Chronik

Rache für Handyverbot: Kind (4) sperrt Vater den YouPorn-Zugang

Eine unangenehme Überraschung erlebte gestern Jungvater Fabian P. (36) aus Wien-Donaustadt. Wie jeden Tag wollte sich der Projektmanager eines Immobilienunternehmens nach dem gemeinsamen Abendessen mit Frau Sigrid und Sohn Levin-Daffodil (4) nur nochmal kurz in seinem Arbeitszimmer einschließen, „um ein paar wichtige Mails zu beantworten“.

Doch daraus wurde nichts. Stattdessen stürmte Fabian P. nach wenigen Sekunden mit hochrotem Kopf aus dem Raum, schnappte sich fluchend ein altes Palmers-Prospekt und schloss sich für den Rest des Abends auf dem Klo ein.

Schockmoment

Mutter Sigrid war geschockt: „Normalerweise ist mein Mann nach einer halben Stunde mit seinen E-Mails fertig und setzt sich mit einem Bier und dieser gelösten Entspanntheit eines Mannes, der sein tägliches Handwerk zufrieden erledigt hat, neben mich auf die Couch.“

Warum der romantische Abend ins Wasser fiel, klärte sich rasch auf: „Der Papa hat gesagt, dass ich pro Tag nur mehr eine, statt fünf Stunden Sniper 3D auf seinem Handy spielen darf. Deswegen hab ich ihm heimlich seine Lieblingswebsite gesperrt, wo er sich immer diese lustigen Tiergeräusche anhört“, gesteht Fabians Sohn.

Neue Möglichkeiten durch Digitalisierung

„Früher hab ich mich minutenlang schreiend am Boden wälzen müssen, um meinen Protest darüber auszudrücken, dass mir die Mama das Marmeladebrot falsch durchgeschnitten hat. Heute muss ich nur mehr das WLAN-Passwort ändern, oder dem Papa drohen, den Screenshot seines Browserverlaufs auf den FTP-Server seiner Firma zu laden“, schildert der kleine Levin-Daffodil die Vorteile der Digitalisierung.

Nachdem sie Levin-Daffodil keine 500g-Tafel Milka als gesunde Jause in den Kindergarten mitgeben wollte, kann sich übrigens auch Mutter Sigrid nicht mehr auf ihrer Lieblings-Website einloggen – einem Nachbarschaftshilfe-Portal, bei dem Hausfrauen aus der Umgebung ehrenamtlich unkomplizierte Notstandshilfe für vereinsamte Männer in der Umgebung leisten.

10 Kommentare

10 Comments

  1. "Experte"

    27.09.2017 um 13:17

    :)Goldmund, frühreif od. die Rache d. Herrn Papa?

  2. Goldmund

    19.09.2017 um 10:12

    Ein 4jähriger mit Zahnlücke? Sehr frühreif dieser Levin-Daffodil …

  3. dr

    18.09.2017 um 20:40

    jungvater mit 36?
    unerwartete satire bei diesem artield er seriösesten tageszeitung der welt

  4. "Pädagoge"

    17.09.2017 um 19:20

    Souverän, wie Levin Doofadil seine lieben Eltern im Griff hat.

  5. Tom Jericho

    16.09.2017 um 19:23

    Bei Levin-Daffodil ist leider weniger Satire dabei als man glauben möchte:
    http://chantalismus.blogspot.co.at

  6. Peter Hofmüller

    16.09.2017 um 10:17

    Das werden „harte Zeiten“ ! „Nur“ für diesen „Daddy“?

  7. j

    15.09.2017 um 17:35

    Bevor Leute Kinder in die Welt setzen, die sie Levin-Daffodil nennen, wäre es besser sie würden sich statt dessen mit Palmers-Prospekten spielen.

    Aber: Gratulation zu dieser Namensschöpfung!

  8. Gerald-Narzisse

    15.09.2017 um 14:10

    Lassen sich solche Vornamen eigentlich therapieren? Ich meine nicht das arme Kind, ich meine die Eltern.

  9. Luciuse-Mortadella

    15.09.2017 um 13:53

    Levin-Daffodil – Danke, endlich wissen wir, wie wir unseren Erstgeborenen taufen werden!

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Nach oben