„Müssen unsere Sprache erst lernen“: Uni Innsbruck plant Ausländerklassen für Vorarlberger

Die schwerwiegenden Probleme im Bildungsbereich, die durch massive Migrationsströme verursacht werden, haben die Verantwortlichen nun zum Handeln gezwungen. Die Uni-Innsbruck will nun sogar eigene Ausländerklassen einrichten. Vorarlberger sollen ab sofort in getrennten Räumen unterrichtet werden und zuerst richtiges Deutsch und korrekte Tiroler Umgangsformen lernen, bevor sie auf einheimische Studenten losgelassen werden.

Integrationsprobleme

„Die Flüchtlingskrise bringt uns an unsere Grenzen. Vorarlberg ist ein sicheres Drittland und trotzdem überfluten tausende illegale Wirtschaftsflüchtlinge unsere Hochschule. Sie sprechen unsere Sprache nicht, sind oft religiöse Fanatiker, die meisten haben sogar Smartphones“, erklärt Uni-Rektor Tilmann Märk den drastischen Schritt.

„Diese Menschen kommen aus einem völlig anderen Kulturkreis mit ganz anderen Standards. Verfallene Gebäude, selten Strom und keine funktionierenden Heizungen – an unsere Uni muss man sich erst einmal gewöhnen“, gibt der Rektor zu bedenken. „Für viele Flüchtlinge ist es ein Schock, wenn sie erkennen, dass die Welt nicht beim Arlberg aufhört, sondern bereits bei der Nordkette.“

Abschiebung

Warum die österreichische Regierung dennoch tausende Migranten die Grenze nach Tirol übertreten lässt und nicht abschiebt, ist fraglich. Experten sehen den Grund darin, dass die maximale Flughöhe der Hercules-Maschinen nicht für eine Arlberg-Überquerung ausreicht.

Die Vorarlberger Studenten zeigen sich von der Diskussion jedenfalls unbeeindruckt. „Mia Vorarlberger findens z’Innschbrugg ghörig, muas i sega. Nur ind Vorlesunga ischs alm a kle kompliziert gsi, weil d‘Lüt so a komische Sprach gredat hend. Ind neua Usländaklassa versto ma jetz o endlich worums got“, erklärt uns ein Student, warum er die Tiroler so sympathisch findet.

(Michael Mingler. Foto: Depositphotos.com)