Wirtschaftskrise droht: Mahrer könnte bis zu 50.000 Jobs verlieren


Harald Mahrer
Andy Wenzel/BKA, Montage

Der österreichweite Shutdown zieht verheerende Folgen auf die Wirtschaft nach sich. Renommierte Ökonomen sprechen bereits vom Worst Case und rechnen mit bis zu 50.000 Arbeitsplätzen, die Harald Mahrer verlieren könnte. Lässt sich das Schlimmste noch verhindern?

WIEN – „Es ist schrecklich. Jetzt weiß ich, wie sich diese ganzen Proleten fühlen“, erklärt Harald Mahrer im Videochat. „Alleine diese Woche war ich schon 4.000 Mal beim AMS, weil ich so viele Jobs verloren habe: Obmann der europäischen Monokelgesellschaft, Kassier des Polo-Clubs Wien-Landstraße, Großinquisitor bei den Sozialversicherungen, Bankaufsichtsrat beim DKT-Spiel mit meiner Familie… alles weg!“

Neuer Alltag

„Du, i kann jetzt nicht, I call you later, ok?!“, schreit Mahrer in seine AirPods Pro und drückt Elon Musk weg. Hektisch zieht er sich um. Er muss rüber in seinen barocken Lunch-Salon, zu einem Skype-Bewerbungsgespräch für den Job als Vorstand der neuen „Bill & Melinda Gates & Leo Hillinger Foundation“.

In einer sechsminütigen, laut eigener Aussage ungewöhnlich langen Mittagspause, lockert Mahrer seine Krawatte und seufzt. „So viel Freizeit bin ich gar nicht gewohnt. Man fühlt sich so nutzlos, wenn man sich erst um 12 aus dem Bett zum Champagner-Brunch raffen muss, und nicht wie sonst immer um halb 11.“

Rettungspaket

Ein umfassendes Rettungspaket soll heute durch den Nationalrat gewunken werden. „Koste es, was es wolle!“, versichert Harald Mahrer sich selbst und schüttelt sich die Hände. „Zwanzig Opernballlogen und drei Kisten Mineralwasser, um erstmal die größte Not zu lindern. Langfristig am meisten helfen würde mir aber ein Kurzarbeitsmodell, also wenn mir Sebastian Kurz weitere Posten verschafft“, hofft Mahrer. „No time now, I make a business!“, brüllt Mahrer in seine AirPods Pro. Es ist wieder Musk.

Umwälzungen

Am Arbeitsmarkt stehen große Umwälzungen bevor. Viele verlieren ihre Jobs, anderswo fehlen die Arbeitskräfte. Mahrer selbst betont, er sei sich nicht zu schade, um auch in der 24-Stunden-Pflege eingesetzt zu werden: „Natürlich bevorzuge ich für die Nackenmassage lieber eine kräftige Thailänderin. Aber wenn sich jetzt die 83-jährige Frau Erna aus Hollabrunn täglich um mich kümmert, mich bissl massiert, Essen kocht, mir die Bettpfanne hinstellt, ist das auch ok.“

Lassen Sie sich täglich über neue Artikel informieren.


19 Kommentare, 6.2k Shares
19 Kommentare
top
neuste älteste
Inline Feedbacks
View all comments

Super, bis ins Detail!

„…ein Kurzarbeitsmodell, also wenn mir Sebastian Kurz weitere Posten verschafft“. Ich liebe es, wie die Tagespresse den „Reichen, Schönen und Erfolgreichen“ einen Spiegel vorhält, vielen Dank! :-)

Spiegel!

Jo, eh.
Ist aber 1 Chance, dass sie im Spiegel sehen, wie hässlich sie sind!

Und jeder selbst gaaaanz bestimmt auch nicht. Is ja jeder der Beste! Nicht?!

exquisit

Nööööö!

Choose A Format
Personality quiz
Series of questions that intends to reveal something about the personality
Trivia quiz
Series of questions with right and wrong answers that intends to check knowledge
Poll
Voting to make decisions or determine opinions
Story
Formatted Text with Embeds and Visuals
List
The Classic Internet Listicles
Countdown
The Classic Internet Countdowns
Open List
Submit your own item and vote up for the best submission
Ranked List
Upvote or downvote to decide the best list item
Meme
Upload your own images to make custom memes
Video
Youtube, Vimeo or Vine Embeds
Audio
Soundcloud or Mixcloud Embeds
Image
Photo or GIF
Gif
GIF format