Wien verschärft Regeln: Corona-Virus muss bereits Dienstagmittag heimgehen


Coronavirus mit Hut und Koffer verlässt Büro

Die Stadt Wien macht kurzen Prozess und verschärft die Corona-Maßnahmen: Das Virus muss künftig bereits Dienstagmittag heimgehen. So soll die Zahl der Neuansteckungen reduziert werden. Experten sind begeistert.

WIEN – Lokalaugenschein im Gasthaus „Zur gsundn Watschn“ im dritten Gemeindebezirk. „Geht scho, Freitog is du Vogel, hau die über de Heisa, schleich di jetzt, du aufgspritzer Hustinettenbär“, ermahnt Stadtrat Peter Hacker ein Coronavirus, das an einem Bierdeckel klebt. „Und nimm dein Haberer glei mit, die schirche Kreatur“, lächelt Hacker und zeigt auf ein weiteres Covid-19 an einem Bierglas, das dreieinhalb Tage nach der offiziellen Sperrstunde noch immer arbeitet.

„Corona gibt es jetzt nur noch von Montag früh bis Dienstag mittags”, zeigt sich auch Virologe Alexander Krämer begeistert. „Warum sind wir da nicht früher drauf gekommen? Mit dem gleichen Trick haben wir mit den Lehrern auch die Bildungsmisere in den Griff bekommen.“ Mehr als acht Milliarden Viren wurden bereits beim AMS zur Kündigung angemeldet.

Da die Corona-Ampel außerdem nicht zu funktionieren scheint und weiterhin nicht auf Orange umschaltet, überlegt die Stadt Wien entlang der Mariahilfer Straße eine Corona-Begegnungszone. „Hier treffen gesunde Leute ohne Corona auf kranke Leute, die zum Beispiel Corona haben oder ein Fahrrad“, erklärt ein SPÖ-Sprecher.

Aprés-Ski-Treiben

Die zeitliche Pandemieregulierung wird von weiteren Verschärfungen flankiert. Damit in den nächsten Monaten das Aprés-Ski-Treiben nicht eskaliert, sollen den ganzen Winter lang alle Schneekanonen in der Pratersauna, dem Club X und allen Restaurants von Martin Ho stillstehen. „Schrecklich! Wohin soll ich jetzt frühstücken gehen?“, zeigt sich der Wiener Visitenkartenhersteller Johann G. entsetzt über die Gastro-Schikane.

Skeptischer Kanzler

Skeptisch beobachtet unterdessen die Bundesregierung den Alleingang aus Wien, wie Kanzler Sebastian Kurz deutlich macht: „Ich will das sehr, sehr schlechte Krisenmanagement der sehr sehr schlechten Stadt Wien nicht bewerten. Das steht mir nicht zu. Sie kennen mich, ich bin gern in Wien. Ich bin ein weltoffener Typ, in meiner Jugend bin ich sogar einmal mit der U-Bahn gefahren. Manchmal schau ich auch im Little Italy vorbei, und trink einen Kaffee, ‚Grazie‘ sag ich dann, das heißt danke. Und danke auch für Ihre Frage, ich trink meinen Kaffee schwarz und mit Zucker. Und ja, da bleib ich hart, meinen Kaffee will ich auch in Zukunft so trinken, weil er mir schmeckt, ich denke, da geht es den Österreicherinnen und Österreichern nicht anders und genau deshalb werden wir keine Flüchtlinge mehr aufnehmen.“

Lassen Sie sich täglich über neue Artikel informieren.


6 Kommentare, 1.4k Shares
6 Kommentare
top
neuste älteste
Inline Feedbacks
View all comments

Super, den Kurz habt ihr diesmal besonders gut getroffen!

Gasthaus „Zur g’sundn Watschn“ 😂😂😂👍

Einfach nur urgeil dieser Artikel

Köstlich. Der Coronavirus mit Hut und Aktentasche hat Ähnlichkeiten mit dem Cousin Itt von „The Addams Family“ *gg* – Gelungen wieder einmal!

Choose A Format
Personality quiz
Series of questions that intends to reveal something about the personality
Trivia quiz
Series of questions with right and wrong answers that intends to check knowledge
Poll
Voting to make decisions or determine opinions
Story
Formatted Text with Embeds and Visuals
List
The Classic Internet Listicles
Countdown
The Classic Internet Countdowns
Open List
Submit your own item and vote up for the best submission
Ranked List
Upvote or downvote to decide the best list item
Meme
Upload your own images to make custom memes
Video
Youtube, Vimeo or Vine Embeds
Audio
Soundcloud or Mixcloud Embeds
Image
Photo or GIF
Gif
GIF format