Von CO₂-Gourmet bis Fenster-Meteorologe: Die Skala der Klimawandel-Leugner

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Seit der vorindustriellen Zeit hat sich Österreich um 3,1 Grad Celsius erwärmt, allein aufgrund der letzten Hitzewelle im Juni starben 395 Menschen, fast genauso viele wie im Vorjahr im Straßenverkehr. Trotzdem haben manche Menschen mit der Faktenlage ihre Schwierigkeiten. Die Skala reicht vom hoffnungsvollen Tech-Optimisten bis zur offenen Feindschaft gegenüber Thermometern. Eine Übersicht. 

Stufe 1: Der Tech-Optimist

Glaubenssatz: „Natürlich ist der Klimawandel real und menschengemacht. Aber Elon Musk wird das schon richten.“

Kernfusion, künstliche Photosynthese, und riesige Maschinen, die irgendwie einige hundert Gigatonnen CO₂ aus der Atmosphäre saugen: Das ist der Stoff, aus dem die Luftschlösser des Tech-Optimisten gebaut sind.

Er unterstützt prinzipiell jede Klimaschutzmaßnahme, die noch nicht erfunden wurde. Bis die KI das Klima repariert, kann er daher weiterhin dreimal jährlich nach Dubai fliegen. Durch die tägliche Muskurbation zu Elon Musks X-Posts erzeugt der Tech-Optimist dennoch mehr Abwärme als seine auf 16 Grad laufende Klimaanlage.

Stufe 2: Der Asphalt-Theoretiker

Glaubenssatz: „Natürlich ist der Klimawandel real und menschengemacht. Aber das liegt nur an der Bodenversiegelung.“

Je mehr Land asphaltiert wird, desto weniger Wasser kann die Umgebung speichern – soweit die Theorie. Asphalt, Straßen und fehlende Bäume machen Städte tatsächlich heißer, allerdings nur lokal.

Die globale Erwärmung erklären sie nicht. Tatsächlich landet die meiste zusätzliche Wärme, nämlich 91 Prozent, in den Ozeanen. Und ausgerechnet die kreisverkehrs-, Einkaufszentrums- und Garageneinfahrt-freie Arktis erwärmt sich fast viermal so schnell wie der globale Durchschnitt