Vollkommen unter dem Radar floriert ein horizontales Gewerbe, über das niemand spricht: Auf Willhaben bieten Kater offen ihre Liebesdienste an. Unter dem unverfänglichen Suchbegriff „Deckkater“ stößt man auf ein Milieu, in dem gegen dreistellige Beträge „Damenbesuch“ empfangen wird.
Wie viel kostet eine Deckung? Wo liegen Österreichs Rotlicht-Hotspots? Und was bekommt die Kundin für ihr Geld? Die Tagespresse hat den österreichischen Katzenstrich erstmals datenjournalistisch ausgewertet.
Insgesamt 45 Anzeigen finden sich auf Willhaben unter dem Suchbegriff „Deckkater“. Das Angebot reicht von günstigen Gelegenheitsdeckern aus der Umgebung bis zu reinrassigen Premiumkatern mit Gesundheitszeugnis, Stammbaum und Deckgarantie.

Für eine gemeinsame Nacht sind durchschnittlich 273 EUR zu zahlen. Preislich ist man ab 100 Euro dabei. Einzelne Premiumkater verlangen deutlich mehr, bis zu 500 Euro.

Vor allem im Osten floriert das süße, flauschige Rotlichtmilieu, während der Westen und Süden unter massiven Versorgungslücken leiden. Gemessen an der gesamten Katzenpopulation sticht ein Hotspot besonders hervor: Oberösterreich. Nirgendwo ist das Angebot an käuflicher Katzenliebe dichter.

In Salzburg findet sich dagegen kein einziges Angebot. Paarungswillige Katzen müssen für ein diskretes Wochenende somit nach Oberösterreich oder gleich ins benachbarte Deutschland ausweichen.


