Volk wählt falsch: Rechte warnen vor neuer Form des Wahlbetrugs

APA-Images / AFP / PABLO PORCIUNCULA

Die Linken werden immer dreister: Eine völlig neue Form des Wahlbetrugs erschüttert die internationale Rechte. Am vergangenen Wochenende drangen Millionen Brasilianer unkontrolliert in Wahllokale ein und kreuzten den falschen Kandidaten an. Das perfide Ziel: Den aufrechten Patrioten Flavio Bolsonaro als Volkskanzler Brasiliens verhindern.

BRASILIEN – Laut ersten Erkenntnissen gingen die Täter extrem professionell und gut organisiert vor. Als normale Bürger getarnt betraten sie am Sonntag Wahllokale im ganzen Land und setzten ihr Kreuz beim linken Kandidaten Luiz Inácio Lula da Silva. Das Lager von Bolsonaro spricht von mehreren Millionen Verdächtigen. 

Offenbar sprachen sich die Täter im Vorfeld gezielt ab. Eine linke Gruppierung rund um Lula warb schamlos auf Plakaten, im Internet und in TV-Werbespots dafür, nicht für Bolsonaro abzustimmen. Offenbar hatte Lula auch Mitstreiter in den Reihen der Wahlbehörde, denn sein Name schien Berichten zufolge auf jedem einzelnen Wahlzettel in ganz Brasilien auf. Nur ein Zufall?

Bolsonaro schockiert 

„Gegen so eine kriminelle Übermacht hat auch ein aufrechter Patriot und politisches Ausnahmetalent wie ich keine Chance“, bedauert Bolsonaro. Er verweist auf die massive Desinformationskampagne, mit der Lula Millionen Brasilianern eingeredet habe, ein anderer Präsident wäre besser für das Land.

Besonders perfide ist die neue Betrugsmasche, weil sie sich eine altbekannte Schwachstelle im demokratischen System zunutze macht. Experten sprechen von einer sogenannten „Mehrheitsentscheidung“.

Lesen Sie die Tagespresse in unserer App.

App für iPhone und Android herunterladen

„Es zählt jede Stimme, auch die Stimmen für linke Kandidaten werden von der Wahlkommission einfach mitgezählt. Das ist die entscheidende Schwachstelle und öffnet Tür und Tor für Missbrauch“, erklärt ein Verfassungsjurist.

Endergebnis unplausibel 

Mehr als 64 Millionen Täter in ganz Brasilien stimmten für Lula, der damit auf über 51 Prozent kam. „Statistisch ist das höchst auffällig“, rechnet der Experte vor. „Wenn man die Stimmen für Lula herausrechnet, kommt Bolsonaro auf 100 Prozent. Das ist in Wirklichkeit ein erdrutschartiger Wahlsieg.“

Ähnliche Vorgehensweisen wurden zuletzt in Ungarn, den USA, Serbien und sogar in Israel beobachtet. Auch in Österreich ist die Sorge groß: Schon 2016 öffneten sich Briefwahlkuverts ganz von selbst und schmissen dem FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer die Tür zur Hofburg zu. 

Eine Untersuchungskommission soll jetzt aufarbeiten, wie es überhaupt so weit kommen konnte, dass freie, brasilianische Bürger eine eigene Meinung haben und diese auch noch an der Wahlurne vertreten. „Wir brauchen dringend Gesetze, die das Volk in Zukunft vor solchen Fehlentscheidungen schützen“, fordert Rechtspopulist Bolsonaro in einem Video aus dem Flieger nach Miami.

Dieser Artikel wurde Ihnen von einem Abonnenten geschenkt 🎁

Gefällt Ihnen die Tagespresse? Erhalten Sie neue Artikel per E-Mail.

Newsletter Artikelebene