Verschuldet, arbeitslos und ohne Hoffnung: Strache nimmt an „Squid Game“ teil


Strache bei Squid Game
Netflix (M)

Sie sind hoch verschuldet und ohne Aussicht auf ein besseres Leben. Doch in der Netflix-Dramaserie „Squid Game“ bekommen hunderte Zukurzgekommene eine letzte Chance und liefern sich um den Hauptpreis von 33 Millionen Euro einen Kampf auf Leben und Tod. Auch der ehemalige FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hat nichts mehr zu verlieren. Er verkündete heute seine Teilnahme an der Show. 

SEOUL – Leicht benommen wacht der arbeitslose Wiener Heinz-Christian Strache auf einer kleinen Insel mitten im Meer auf. Ein Gefühl, das er mittlerweile nur zu gut kennt. Vor der Küste brennt seine rostige Yacht MS Kloburg III. Er hat es gerade noch an Land geschafft. Der ehemalige österreichische Handlungsreisende, Rapper und Vizekanzler schlüpft in seinen Trainingsanzug mit der Nummer 457. 

Letzte Hoffnung

„Ich habe die erste Folge auf Netflix gesehen und mich gleich angemeldet, eine tolle Reality-Show. Die Atmosphäre hier erinnert mich sehr an meine Zeit in der Burschenschaft, nur etwas menschlicher und weniger brutal“, zeigt sich der 52-jährige begeistert. „Glauben Sie mir, ich bin schon sieben politische Tode gestorben, ich hab vor nix mehr Angst.“ 

Strache betritt das Spielfeld. „Hier drinnen hab ich wenigstens noch eine theoretische Chance. Wie willst du in dieser kalten Welt da draußen noch irgendwas reißen, wenn du nur so Mitstreiter und Helfer hast wie Christian Höbart oder Karl Baron?“ Strache findet am Boden Spesenabrechnungen vom Schwarzen Kameel und ein Armband mit Swarovski-Kristallen. Er riecht dran, presst seine Augen zusammen: „Hm, ich glaub ich bin nicht der einzige Österreicher hier.“

Über 400 Gegner

Auf einer Insel vor der südkoreanischen Küste werden Strache und die restlichen 456 Kandidatinnen und Kandidaten zusammengepfercht und von maskierten Soldaten mit den Spielregeln vertraut gemacht. Sechs Kinderspiele finden dort statt, wer einmal verliert, wird eliminiert. „Servus Hatze“, lacht jemand hinter ihm. Robert Lugar winkt grinsend. Zwei Reihen weiter vorne steht Karl-Heinz Grasser und frisiert sich ein letztes Mal vor dem Todeskampf. „In zwei Wochen kommt angeblich der Kurz“, raunt ihm Grasser im Vorbeigehen zu.

Finanziert wird das perfide Survival-Spiel von gelangweilten Superreichen, die zum Gaudium Geld auf die Teilnehmer setzen. Für Strache ein Startvorteil:  „Das kenne ich schon aus der türkisblauen Koalition, das war sogar unser offizielles Regierungsprogramm.“ Schon damals hätten Milliardäre und Milliardärinnen wie Horten, Graf oder Benko sich Politiker wie Rennpferde gehalten und Wetten abgeschlossen, welcher Kanzler und Minister als erster ins politische Jenseits geschickt werde und in den Bundesrat wechseln muss.

Strache brilliert

„Das nächste Spiel beginnt in Kürze“, tönt es aus zwei Lautsprechern. Strache klopft sich dreimal auf die Brust, packt sich eine seiner 42 Sporttaschen und betritt die Spielhalle. „Ah, geil, Paintball“, jubelt er und schnappt sich ein Gewehr. Strache verschanzt sich hinter einem Klettergerüst, legt an und verfehlt Robert Lugar knapp. Lugar stolpert und schießt sich selbst ins Knie.

Strache lädt nach, dämpft seine Zigarette aus, zielt und trifft einen hochverschuldeten koreanischen Investmentbanker zwischen die Augen. „Spieler 271 wurde eliminiert“, dröhnt es aus den Lautsprechern. 

Die erste Runde ist geschafft. Zufrieden nippt der erfahrene Jäger Strache an seiner Kondensmilch, legt sich in ein wippendes Holzboot und zündet sich eine Zigarette an. „Ah, scheiße“, schreit Strache. Sein Trainingsanzug aus 100% Polyester hat Feuer gefangen. Strache zieht sich die Jacke aus, springt vom brennenden Boot und wälzt sich am Boden.

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Zu-Kurz-gekommene!!

Ich will bitte Folge 2 in der nächsten Woche lesen.

Strache, Grasser und Kurz müssen in ihrer gemeinsamen Zelle täglich „Österreich“ lesen und 10 Stunden oe24tv schauen. Jeden zweiten Tag kommt der blade Fellner in ihre Zelle, zieht sich nackt aus und Hatze, Knastibasti und der schöne Karlheinzi müssen ihn massieren. Ist das ein vielversprechendes Resozialisierungsprogramm oder Folter?

Ja und ja 😁

Doppelgrün für Knastibasti

Wie heists in der Kirche ? DAS IST GUT UND GERECHT ! :)

Du meinst, „zu danken Dir, Übervater“? ;)

Hätte er in der Pause nicht 3 Bier geordert?

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