Um Wien Energie zu retten: Bürgermeister Ludwig telefoniert mit Duracell-Hasen


Ludwig Videotelefoniert mit Duracell Hase

Die hohen Strompreise bringen die Wien Energie in finanzielle Schwierigkeiten. Bürgermeister Michael Ludwig setzt alle Hebel in Bewegung und steht laut Rathaus bereits in Kontakt mit einem potentiellen Investor: Der Duracell-Hase soll aushelfen. 

WIEN – Ein SPÖ-nahes Unternehmen steht vor dem Ruin und muss vom Steuerzahler gerettet werden, es ist ein ganz normaler Montag in der lebenswertesten Stadt der Welt. Bürgermeister Ludwig nimmt einen Schluck Willi-Dungl-Gute-Laune-Kamille-Schnitzel-Tee und lockert seinen Kiefer. Seine Stimme ist gut aufgewärmt für einen der wichtigsten Anrufe seiner Karriere.

„Bitte ‚hello‘ sagen, der Hase spricht Englisch“, flüstert ihm sein Pressesprecher ins Ohr. Ludwig nickt. Dann erscheint auch schon der Hase auf dem Bildschirm. „Seavas!“, begrüßt Ludwig den amerikanischen Multimilliardär und vermeintlichen Retter der Wien Energie GmbH.

Wie hypnotisiert beobachtet Ludwig die dicke AA-Batterie auf dem Rücken seines Gegenüber. Gierig schleckt er sich über die Lippen. „Mr. Ludwig?“, erkundigt sich der Hase. „Oh sorry, I wos just thinking about a Wiener Schnitzi, haha“, rettet sich der Wiener Bürgermeister staatsmännisch. Angstschweiß bildet sich auf seiner Stirn, die Nerven liegen blank.  

„Herr Hase, Mr. Bunny“, seufzt Ludwig. „We have us verzockt, we did a little bit too much speculatius. The Strompreis looks as ugly as the Christbaumtree in front of my office. I thought everything is half so wild, but all my 782.423 Geschäftsführer of our SPÖ company network tell me the: Michl, we are full in the ass. Now it plays Granada!“

Astronomische Kosten

„The Stadtcity of Wienna needs dringend Strom, die U-Bahnen, the energy ring around the Klinik Floridsdorf, the 300.000 Glühbirnen, the was every night draußen in the pampa in der Sea City den Ulli-Sima-Boulevard beleuchten, that costs so much, it pracks you the Beidl… it pracks you the Biden to the side!“

Der Hase nickt. „Yes, ok, what do you want? Please hurry up, I need to be in a kids toy in 30 minutes!“ Der Bürgermeister schlägt dem Hasen ein Gegengeschäft vor. „500 batteries pro day, yes? And dafür, therefore, I send you five Gastrogutscheine for a Kebab mit alles und scharf, deals or not deals? Let’s make it four Gastrogutscheine, because I have Mittagspause at 10:00, haha.“ Der Bürgermeister ist ein knallharter Verhandler.

Doch dann wird Ludwig stutzig, er flüstert einem Pressesprecher ins Ohr. „Der hoppelt nicht, da liegen keine Karotten am Tisch und er spricht Englisch mit osteuropäischem Akzent. Ist das nicht ungewöhnlich für den Duracell-Hasen?“ Ludwig wendet sich erneut der Kamera zu. 

Zweifel

„Mr. Bunnyhase. Are you the real echte ones and only Duracell-Hasenbunny? Turn around you bitte!“ Der Hase lächelt verlegen, zögert. „Umdrehen hab i gsagt“, wird der Wiener Bürgermeister forsch. „Zeig ma dei Kreiz, gib dei Fell aufd Seiten or I make Hasenragout out you, you have me?“ Ludwig läuft bleich an. „Der hat ja gar ka echte Batterie am Buckel… sondern nur… extrem gut definierte, saftige… Muskeln… wer sind Sie?“

Der Hase lacht, dann steigt Vitali Klitschko aus dem Kostüm. „Sorry Michael, kleiner Spaß, diesmal bin es wirklich ich.“ Ludwig steigt sofort aus der Zoom-Konferenz aus, lächelt verlegen. „Hab ich eh gleich gewusst natürlich, haha, wollt nur ein bissl mitmachen bei dem Spaß vom Vitali, ok, was ist der nächste Termin? Sicherstellung der Lebensmittelversorgung an den Wiener Spitälern. 13 Uhr, Zoom mit Ronald McDonald, passt, gemmas an, i hab a gutes Gefühl!“

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Alleine die Headline der Pushnachricht hat mir einen Grinser aufs Gesicht gezaubert. Das Tagespresse Abo ist die beste Investition in das Wohlbefinden ever.

Wenn Österreich schon kein Triple-A Rating mehr hat, dann wenigstens AAA-Batterien!

Wien Energie ist nicht pleite, sie brauchen nur Steuergeld, weil 1,7 Milliarden fehlen 🤦.
Ach ja mein Nachbar hat keine Glatze, ihm fehlen nur die Haare am Kopf.
Ein Tipp für Ludwig: Telefonkonferenz mit Frau Sonne 🌞 für billigere Solarenergie. Die Frau Sonne spricht übrigens Deutsch, daher nicht gleich einen Verhandlungserfolg twittern, wenn man einen Dolmetsch für Englisch braucht, um mit ihr kommunizieren zu können.

6 Mrd.

9, 3 hat sie schon von der stadt, jetzt sollen weitere 6 vom bund kommen. Wieviel sie schon vorher bei der bank aufgenommen hat weiss keiner.

Frau Sonne an Herrn Mond: wieso redet der Englisch mit mir…? (Remember Platter 2012)

Die Erklärung ist ganz einfach: Das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer :)

Solange nicht der Hacker zur Sicherung der Spitäler eine Aktion setzt und die Frau Dokta Belakowitsch anruft, bleibe ich gefasst. Denn wäre Wien tatsächlich „in the ass“!

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