Eltern, aufgepasst! In Wien werden derzeit im Umfeld von Schulen vermehrt Personen gesichtet, die heimlich minderjährige Mädchen fotografieren. Gegenüber Passanten geben sie sich als „Journalisten“ aus. Doch tatsächlich handelt es sich um gefährliche Sittenstrolche, die ihre Aufnahmen anschließend auf einer Sozialpornoseite veröffentlichen.
WIEN – Es ist der Albtraum aller Eltern: Erwachsene Männer lauern vor einer Schule, beobachten vorbeigehende Mädchen und fotografieren sie aus sicherer Entfernung. Genau solche Szenen spielten sich am Montag vor einer Wiener Privatschule ab.
Angebliche „Journalisten“ stalkten Schulmädchen, schätzten ihr Alter („sicher noch keine 14 Jahre alt“), und fertigten Fotos an – am helllichten Tag, mitten in Wien, ohne dass die Polizei eingreift.
Dann schießen sie Fotos der Mädchen aus sicherer Entfernung. Diese landen anschließend auf der in einschlägigen Kreisen bekannten Darknet-Seite „heute.at“. Auf der schauderhaften Sozialpornoseite leben die Urheber ihre Neigungen aus und verfassen frei erfundene Texte, an denen sie sich selbst aufgeilen.
Darin wird etwa behauptet, die abgebildeten Mädchen würden gegen das Kopftuchverbot verstoßen. Eine perverse Fantasie, denn das Verbot gilt gar nicht im Freien, nur im Schulgebäude. Es ist ein bizarrer Sadismus, dem sich die Verfasser hingeben – auf Kosten unschuldiger Kinder.


