Trotz Dürre: Wie Josef Pröll und Raiffeisen unsere Getreideernte an Autos verfüttern

depositphotos.com / APA-Images / fotokerschi / WERNER KERSCHBAUMMAYR (M)

Österreich ist ein Verbrennerland. Nicht nur Benzin und Diesel landen bei uns im Motor, sondern auch Lebensmittel: Umgerechnet 10% der gesamten Getreideernte des Landes finden ihren Weg als Bioethanol in unsere Tanks. Und das trotz der Dürre, die bereits ein Fünftel der heurigen Getreideernte vernichtet hat. Wieso? Wozu? Und was hat die Raiffeisen damit am Hut? 

Seit 2023 wird an heimischen Zapfsäulen das sogenannte „E10“ ausgeschenkt. Das ist Superbenzin, dem zehn Prozent Bioethanol beigemischt sind – richtig super, wie der Name schon verrät.

Dieses Bioethanol wird aus Getreide hergestellt. Weil uns vergorene Dinosaurier-Leichen nicht gut genug sind, verfüttern wir pro Jahr rund 579.000 Tonnen Getreide an unsere Motoren. Das entspricht 10 Prozent der gesamten Ernte des Landes. 

Wie ist das möglich? Unsere Spurensuche führt uns zu einem Unternehmen namens AGRANA, das eine gigantische Bioethanolanlage besitzt, die jedes Jahr ca. 240 Millionen Liter produziert.