Taliban planen Erbschaftssteuer: ÖVP stoppt Abschiebungen nach Kabul


Taliban vor Grafik über Ungleichheit

Wochenlang hielt die ÖVP an Abschiebungen nach Afghanistan fest, trotz des Vorrückens der Taliban. Doch jetzt haben die Gotteskrieger den Bogen überspannt. Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündete heute den sofortigen Stopp aller Abschiebungen nach Kabul, denn es gebe Hinweise auf eine geplante Einführung der Erbschaftssteuer im Land am Hindukusch. 

WIEN – 12 Uhr Mittags. Der Krisenstab der ÖVP verfolgt die Lage in Kabul per Servus-TV Teletext, da niemand mehr ein Handy hat. „Um Gottes Willen, das darf nicht wahr sein“, stammelt Außenminister Schallenberg und schüttelt kreidebleich den Kopf. „Soeben musste ein Unternehmer aus Kabul sieben Euro von dem Vermögen, das er geerbt hat, an die Taliban abgeben. Was für Barbaren!“

Ein betroffenes Stöhnen geht durch den Raum. „Leistung muss sich wieder lohnen!“, ruft Kanzler Sebastian Kurz und schlägt auf den Tisch. „Können wir denen nicht irgendwie helfen? Care Pakete mit lustigen Ninja-Pässen schicken? Oder Gutscheinkarten fürs Novomatic Online-Casino? Verdammt, man fühlt sich so machtlos.“

Innenminister Karl Nehammer ist verzweifelt, er kämpft mit seinem Gewissen: „Als ich gestern noch die Kinder in den Flieger nach Kabul gepfercht habe, konnte ich doch nicht wissen, dass ich sie in den sicheren Sozialismus schicke! Ich dachte, sie sterben einfach nur.“ Als Zeichen der Solidarität schließt Ministerin Elisabeth Köstinger heute sogar die Bundesgärten für alle afghanischen Asylwerber.

Wirtschaft besorgt

WKO-Chef Harald Mahrer öffnet eine Flasche Remy-Martin-Cognac und schenkt sich ein randvolles Glas ein. Bis heute Vormittag urlaubte er noch gleichzeitig in Saint-Tropez, Dubai und Mykonos. Er ext den Cognac. „Wir haben Hinweise, dass man bald sogar ein Parkpickerl braucht, um zu einer öffentlichen Enthauptung zu fahren“, seufzt Mahrer, der vom 667. Stockwerk des WKO-Gebäudes bis nach Kabul blicken kann. „Das ist der sichere Tod für alle afghanischen Unternehmer!“

Deprimiert betrachtet er eine Box mit Flyern, die von der Wiener ÖVP heute über Kabul abgeworfen werden sollten, mit der Warnung: „Eine öffentliche Enthauptung besuchen? Ohne Parkpickerl bald nicht mehr möglich.“ Mahrer seufzt, denn er weiß: sie kommen zu spät.

Grüne zufrieden

Die Regierung zeigt eiserne Geschlossenheit. In einer OTS-Aussendung der Grünen heißt es, der Koalitionspartner „begrüße diesen Schritt, was auch immer dieser Schritt ist, wir stehen hinter, vor, neben und vor allem unter der ÖVP, die Koalition ist nicht gefährdet aufgrund der aktuellen Diskussion über Flüchtlinge / Steuern / ORF / Lobautunnel / Werner Koglers Spesenrechnung von der Susi Bar / dem McDonald’s Karlsplatz (Anmerkung an Praktikantin: bitte Unzutreffendes streichen thx, PS bitte noch an Fleischmann weiterleiten zum Gegenlesen).“

Praktische Tipps

Die FPÖ besteht hingegen auf eine Fortsetzung der Abschiebungen. Denn laut neuesten Untersuchungen reiche gegen die Taliban ein gesundes Immunsystem vollkommen aus, erklärt FPÖ-Chef Herbert Kickl, der sich gerade auf Sommerfrische im KZ-Stollen Ebensee befindet: „Vitaminpräparate und Bitterstoffe bieten einen ausgezeichneten Schutz.“

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Spitze :)
Auch Spitze von unseren Medien, dass sie zwar die Diebe zeigen, die per Seil von den Taliban durch die Menge geführt wurde, aber die.mind 40 Todesstrafe, unzählige Auspeitschungen usw in Saudi Arabien, da wird sanft geschwiegen.
Oder wie wär’s mit den mind 6000 zu Tode gekommenen Gastarbeiter in Katar? Aber da geht’s ja um Fußball, das ist ja was ganz anderes!
Daher nie vergessen: Taliban und Iran u d Rußland sind böse. Saudi Arabien, Katar und die USA sie die goldenen Verfechter der Menschenwürde und der Menschenrechte.

👍

Vielleicht nehmen sich die Taliban die Saudis zum Vorbild. „In Saudi-Arabien wird eh nicht jeden Freitag geköpft“, sagte einst Justizministerin Claudia Bandion-Ortner, eine der zahllosen unvergleichlichen Allzeitgrößen der ÖVP.

Bravo, so muss kritische Berichterstattung gehen!
Bin gespannt wann die Taliban ihre Turbanfarbe auf türkis ändern, um ihrem neuen Stil (eine „Politik ohne gegenseitiges Anpatzen und Köpferollen“) auch modisch Ausdruck zu verleihen.

Bearbeitet von Held der Armheit

“Da wird es keine Einigung geben. Das ist uns dann doch zu viel extremistischer Gottesstaat!” verwies der Talibaren-Häuptling auf die Frage nach einer Kooperation mit Österreich.

So gesehen wäre es eigentlich nur logisch zur Abschreckung von Flüchtlingen bei uns eine Erbschaftssteuer einzuführen, denn dann fällt dieser fürchterliche Pull-Faktor Österreichs, die „fehlende Erbschaftssteuer“ endlich weg. Wer will denn schließlich in ein Land flüchten das arme Flüchtlinge, die um ihr nacktes Überleben rennen, mit einer Erbschaftssteuer demütigt?

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