Strache: „Das war mein McMoment“


Strache bei McDonald's

Ersten Hochrechnungen zufolge scheitert das Team Strache am Einzug in den Wiener Gemeinderat. Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache spricht in einer ersten Reaktion von seinem ganz persönlichen „McMoment“ und zieht die Konsequenzen. Wir besuchen ihn an seinem neuen Arbeitsplatz.

WIEN – Der McDonald’s am Schwedenplatz ist gut besucht. Der ehemalige Politiker und jetzige Burgerbrater Strache wurde bereits eingeschult und bedient schon erste Kunden.

„Psst… du… Wenn du die Kronen Zeitung kaufst und mich vor der Bürgermeister-Wahl von Klosterneuburg-Weidling pushst, zack zack zack, dann kriegst du auch den Bauauftrag für die neuen Parkbank am Hauptplatz“, sinniert Strache. „Ähm, danke, aber ich glaub ich nehm nur einen Cheeseburger mit kleinen Pommes“, antwortet die Kundin verunsichert. Hastig schnappt sie ihr Essen und verschwindet. 

Am Ziel

Strache wirkt gelöst, glücklich, entspannt – wie ein Mensch, der endlich angekommen ist. „Als ich gesehen hab, wie unser Balken unten bleibt, da hab ich meine Berufung erkannt, mein Schicksal, das war mein McMoment. Das Votum zeigt: Die Menschen wünschen sich mehr echte Patrioten beim McDonald’s.“

Der THC-Chef zeigt sich am Griller geübt, jeder Handgriff sitzt: „Frischfleisch anbraten, Käse auftischen, geschmacklose Inhalte verkaufen, den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen, darauf hat mich meine politische Laufbahn ja vorbereitet, das kann ich aus dem Effeff.“

Unter den Kollegen wird er akzeptiert. „Klar ist es komisch, wenn plötzlich der ehemalige Vizekanzler neben dir steht und die Pommes frittiert“, sagt Mitarbeiterin Claudia. „Aber da gibt’s überhaupt keine Arroganz, keine Überheblichkeit, wir lassen ihn keine Sekunde spüren, dass wir was Besseres sind.“

Mitstreiter zufrieden

Auch Parteifreund Karl Baron ist kurzfristig im McDonald’s als Reinigungskraft untergekommen. Den Austritt aus der FPÖ bereut er trotz allem nicht: „Haha, nein, wieso, mein Plan ist doch voll aufgegangen“, lacht er. „Ich wollte einen Platz am Futtertrog, und den hab ich“, sagt er und schiebt euphorisch Essensreste in einen großen Kübel.

Lassen Sie sich täglich über neue Artikel informieren.


10 Kommentare, 6.9k Shares
10 Kommentare
top
neuste älteste
Inline Feedbacks
View all comments

Ich bin so froh, dass es doch nicht so viele Verblendete in Wien gibt, wie man einige Zeit annehmen musste.
Hurrah!

Ja, aber wenn ich einigermaßen richtig rechnen kann, dann sind von etwa 1 Million Wahlberechtigter 3,7% =37000! Das sind 37000 zuviel!!

Nein, die Wahlbeteiligung war ja nur ~62,5%.. also sinds deutlich weniger

„Frischfleisch anbraten, Käse auftischen, geschmacklose Inhalte verkaufen, den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen“

So wird er uns noch eine Weile in Erinnerung bleiben.
Hoffentlich wird er jetzt auch langsam von den Journalisten vergessen.
Erfreulich, dass es trotz massiver Hilfe vom ORF und anderen Kollegen, die ihm ständig hofiert haben, nicht gereicht hat.

So wie sich der Meister der Opferrolle gerade wieder im ORF abgerollt hat, könnte er doch auch als Judo Trainer arbeiten. Also spätestens dann wenn er die Zelle neben Seisenbacher bekommt und jeden Tag mit ihm trainieren kann.

Die Vernünftigen haben HC und seine Rechtsdebilen-Partie aus dem Stadtparlament rausgeschmissen, das ist ein wichtiger Akt der Polithygiene.

Choose A Format
Personality quiz
Series of questions that intends to reveal something about the personality
Trivia quiz
Series of questions with right and wrong answers that intends to check knowledge
Poll
Voting to make decisions or determine opinions
Story
Formatted Text with Embeds and Visuals
List
The Classic Internet Listicles
Countdown
The Classic Internet Countdowns
Open List
Submit your own item and vote up for the best submission
Ranked List
Upvote or downvote to decide the best list item
Meme
Upload your own images to make custom memes
Video
Youtube, Vimeo or Vine Embeds
Audio
Soundcloud or Mixcloud Embeds
Image
Photo or GIF
Gif
GIF format