Chronik

Stewardess gesteht: „Tanze bei Sicherheitsvorführung immer einfach YMCA“

Wer passt schon bei den Sicherheitsvorführungen vor jedem Abflug auf? Scheinbar nicht einmal die Flugbesatzung selbst. Eine Wiener Stewardess gesteht jetzt, schon seit Jahren keinem Passagier den nächsten Notausgang zu zeigen. Stattdessen Tanz sie einfach den Kult-Hit YMCA. Aufgefallen ist das bisher niemandem.

„Es passt ja ohnehin kein Mensch auf“, rechtfertigt sich Antonia H. (26) gegenüber der Tagespresse. „Ich hab nie gelernt, wie das richtig geht. Als sie uns in der Ausbildung die Sicherheitsvorführung demonstriert haben, hab ich aus dem Fenster geschaut.“

Überschätztes Risiko

Bei ihrem Arbeitgeber Austrian Airlines sieht man das Verhalten der Mitarbeiterin entspannt. „Schauen Sie, es passiert ja eh fast nie etwas“, erklärt der AUA-Sicherheitsbeauftragte Gerhard Bayer. „Und wenn doch einmal etwas passiert, sind meistens eh alle Menschen an Bord verloren. Da helfen die besten Sicherheitsanweisungen nichts.“

Doch wie konnte Antonia H. ohne dieses Wissen überhaupt die Ausbildung bestehen? Bayer: „Ich muss zugeben. Immer, wenn unsere Prüflinge beim Abschluss-Examen die Sicherheitsvorführung machen, lese ich im Bordmagazin.“

Pragmatismus

Das Thema wirft Fragen auf. Nehmen wir Sicherheit im Flugzeug viel zu ernst? Ein langjähriger Pilot einer anderen Airline stimmt zu: „An Bord ist schon längst Pragmatismus eingekehrt. Wenn auf einem langen Flug die Trinkbecher ausgehen, werden schon einmal die Sauerstoffmasken umfunktioniert.“ Und auch die Schwimmwesten unter den Sitzen finden häufig Verwendung als bequeme Nackenstützkissen.

Auch Stewardess Antonia H. denkt nicht daran, künftig die Notausgänge zu zeigen: „Ich übe derzeit an neuen Songs und will demnächst am Flug nach London Single Ladies von Beyoncé tanzen.“

9 Kommentare

9 Comments

  1. jannis, Greece

    06.09.2017 um 12:54

    Die Wahrheit ist ich habe sie ein mal GANGNAM tanzen gesehen !!!

  2. "Experte"

    01.09.2017 um 23:36

    Egal ob Vogerltanz od. Donauwalzer: Es sind noch alle zurückgenommen.

  3. plagiator

    01.09.2017 um 16:25

    ich fand die gesichtsmasken ok. die kamen runter als das essen serviert wurde. rettete viele menschen. und erst die schwimmwesten, als wir über den alpen abstürzten. nach monaten bei der schneeschmelze retteten sie uns vor dem ertrinken. ok, die bgleitmusik beim absturz war unpassend – ich hätte nicht gerade – highway to hell gewählt.

    • johnny b. goode

      01.09.2017 um 20:07

      Da hätten Sie mit Easy-Jet fliegen sollen: Dort spielen sie „Free Falling“ während bei Ryanair die Stewardessen während des Absturzes rumgehen und den Abenteuerzuschlag einkassieren.
      Und nach dem Absturz geht die Stewardess durchs Trümmerfeld und ruft „Rubbish! Rubbish please!“

  4. Peter Hofmüller

    01.09.2017 um 13:51

    “ Vorschrift“ ist „Vorschrift“ ,also aufpassen ,Ihr unaufmerksamen Flugbegeisterten !

  5. Hugo Hurtig

    01.09.2017 um 13:00

    Erinnert mich an eine Stewardess, die ich bei den Sicherheitsanweisungen zum lachen brachte. Hab mich dann entschuldigt, aber sie meinte „besser als immer ignoriert zu werden“.

    • Peter Hofmüller

      01.09.2017 um 13:52

      Herrlich….

  6. Johnny B. Goode

    01.09.2017 um 12:36

    Immer noch besser als der „Vogerltanz“

  7. Bürokratischer Dormammu

    01.09.2017 um 11:56

    Respekt! Wenn man bedenkt, dass die AUA Klischergemäß Walzermusik im Flugzeug spielen hat (erinnert das sonst noch jemanden immer an 2001: A Space Odyssey?) muss man diesen Stewar… FlugbegleiterInnen durchaus zu ihrem überlegenen Taktgefühl gratulieren.

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