„Steigen sicher in keinen Impfbus“: Döbling setzt auf Impf-Cayenne


Porsche Cayenne
Porsche (M)

Mit Impfbussen will die Stadt Wien ab heute Impfwillige zur Nadel locken. Doch der Bezirk Döbling geht seinen eigenen Weg. Der Bezirksvorsteher setzt auf die Entsendung von Impf-Cayennes, um den DöblingerInnen eine standesgemäße Immunisierung zu gewährleisten.

WIEN – Der Impfporsche rast durch die 30er-Zone in der Rudolfinergasse am Kindergarten vorbei. Während die Ärztin mit ruhiger Hand die Nadel im Oberarm eines Patienten versenkt, schneidet sie gekonnt einen Radfahrer, der beim Sturz alle vier Schneidezähne verliert. Der Radfahrer lässt seine Zähne einfach liegen und schwingt sich wieder auf sein Gravel Bike. „Ich bin eh zusatzversichert.“ Alle drei lachen. Es ist ein ganz normaler Mittwoch in Döbling.

Gefährliches Virus

„Wir sind überwältigt, dass der Impf-Cayenne so gut angenommen wird. Jeder weiß, dass in öffentlichen Verkehrsmitteln dieses Virus grassiert“, warnt der Döblinger Bezirksvorsteher Gustav von und zu Inzesthoff. „Da fängt man sich schnell einen Proleten ein, der einen ausraubt, oder schlimmer noch, ein Kebab verspeist. Gegen diesen Zwiebelgeruch hilft nicht einmal die FFP2-Maske.“

Skepsis

Eine impfwillige Döblingerin steigt neugierig in den Impf-Cayenne ein und zeigt skeptisch auf den Sitz. „Nubukleder?“ Die Ärztin nickt. Sie setzt sich erleichtert. „Die einzigen Busse, die ein echter Döblinger besteigt, sind Kaffeefahrten nach Bratislava“, erklärt die neunfache Hofratswitwe Adelheid Raxinger, während sie ihre sieben Heizdecken hochschiebt und ihren Oberarm freimacht. Die Ärztin verabreicht ihr eine Dosis Biontech Premium durch ein exklusives Impfbesteck von Villeroy & Boch. 

Doch manche sind auch skeptisch. Alfred Ernst August Otto Rupprecht Ludwig Fenninger, gelernter Immobilienbesitzer in zwanzigster Generation, steht mit gezücktem Smartphone vor dem Impf-Cayenne.

„Ich habe auf Telegram gelesen, Geimpfte müssen Erbschaftssteuer zahlen. Bei so einem kranken Menschenexperiment will ich nicht mitmachen, man kennt ja die Langzeitfolgen noch gar nicht: Soziale Gerechtigkeit? Kommunismus? Da sterbe ich lieber mit 65 hustend auf der Intensivstation und vererbe alles steuerfrei an meinen Sohnemann Alfred Ernst August Otto Rupprecht Ludwig junior.“

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nur wenn‘s an TURBO „S“ ist; POOSSAT‘s

Wauns die in Döbling mit an Hofasackl sägn, hetsns da de Hund noch.

Porsche Cayenne ist was für den Pöbel!

/Satire

Also wenn ich ned schon geimpft wär, würd ich jetzt nach Döbling ziehen,…Aber: Auf dem Porsche MUSS „GeiloImpfMobil“ stehen, sonst könnte es ja auch der 5G Chip vom Gates sein! Never trust anyone!

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