Self-Check-In nur der Anfang: Austrian Airlines startet Self-Flying


Kinder im Cockpit

Die Fluglinie Austrian Airlines verordnet sich einen harten Sparkurs. Neben dem bereits genutzten Self-Check-in müssen sich Passagiere jetzt auch auf Self-Flying einstellen. So will die Airline bei den Kosten für Piloten sparen. Das umstrittene Konzept wird bereits auf einigen Verbindungen getestet. Die Tagespresse war an Bord.

SCHWECHAT – Pünktlich um 10:40 startet Flug OS 379 von Wien nach Amsterdam. Heute wurden Sophie (8) und Elias (7) durch die AUA per Zufallsverfahren ausgewählt. Beide freuen sich schon auf das Erlebnis, wie Sophie erzählt: „Vielleicht sehen wir über den Wolken diesen alten traurigen Mann mit seinem fliegenden Luftballonhaus, wie in dem Film den wir gesehen haben.“

Kurz vor dem Abflug gibt der AUA-Pilot Florian Moser den beiden noch ein detailliertes Briefing: „Ok, ich hab 30 Jahre Flugerfahrung, ich kenn mich im Cockpit ein bissl aus. Also das da ist das Gas, und da ist die Bremse, äh– sorry mein Fehler, umgekehrt. Mit dem Lenkrad da steuert man den Fliegzeug, äh, Flugzeug, aber nicht zu schnell lenken weil sonst stürzt ihr ab. Und was die 300 bunten Knöpfe da links genau sind, phu, keine Ahnung, haha. Guten Flug, ciao, und grüßt den Autopilot von mir, den alten Hund!” Dann verlässt Kapitän Moser das Flugzeug, um die Maschine nach New York ebenfalls zu instruieren. 

Turbulenzen

Die erste Stunde verläuft ruhig. Doch über Frankfurt gerät das Flugzeug in Turbulenzen. „Mama, Mama, was heißt ‚Strömungsabriss‘?“, fragt der kleine Elias per Borddurchsage. Unter den anderen Passagieren macht sich Unruhe breit.

Eine Stewardess fragt, ob sich „zufällig ein ehemaliger Pilot oder so“ an Bord befindet. Ein Greis meldet sich: „Ich hab damals mehrere Luftangriffe auf Polen geflogen, ich könnt gern über–“ Doch der Ex-Pilot wird von einem anderen Mann unterbrochen, der aufsteht und schreit: „Nein! Ich übernehme. Ich hab schon über 3.000 Stunden Erfahrung im Kommentieren von Flugzeug-Artikeln im Standard-Forum.“ Die anderen Passagiere atmen erleichtert auf.

Positives Resümee

Nach der turbulenten Landung geht der Flieger zwar in Flammen auf, doch die 230 evakuierten Fluggäste sind zufrieden. „Natürlich, das mit dem Überlebenskampf und der tödlichen Gefahr, das war schon ein bissl negativ“, seufzt ein Passagier. „Aber hey, um 39 Euro von Wien nach Amsterdam? Wo bekommst du das denn sonst noch?“

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ampf

Genial!
Sogar Flugnummer und Abflugzeit sind korrekt!

Huawawuff

Nach Ikea jetzt die AUA, das wird lustig!

Wow, Kinder, gibt’s sowas noch im Ösireich?

lariviere

Wie war das neulich? Bin nur ein kleiner Buchhändler aus Seattle. Wir haben nur wenig verdient und essen nur Nudeln. 😂
Nun, so kann das in Zukunft doch jeder steuer“schonend“ arbeitende Konzern machen. Dann lässt man auch noch die Dienstleistung von den KundInnen selbst übernehmen und kümmert sich, wenn man social-media-geshittet wird, kurz auf PR-Ebene um ökologische Belange (soziale werden nur auf Managementebene durch überdimensionale Gehälter kompensiert! Menschenverachtung und Business auf den Punkt gebracht!! 🤓

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