Chronik

Verbindungsprobleme: Segen „Urbi et Orbi“ in Österreich nicht angekommen

Der ganzen Welt spendete Papst Franziskus heute den Segen „Urbi et Orbi“. Nur in Österreich kam der Segen nie an. Aufgrund von bisher unbekannten Verbindungsproblemen empfingen mehr als 90 Prozent der Österreicher den Segen nicht, weshalb sie bis Weihnachten ungesegnet auskommen müssen. Lediglich in einigen Gemeinden in Vorarlberg kam er an.

Die Erzdiözese Wien gab sich in einer Stellungnahme zerknirscht: „Wir prüfen im Augenblick noch die Ursache hinter den Problemen“, so ein Sprecher. Erst nach einer eingehenden Untersuchung könne man Genaueres sagen. Mehrere Geistliche arbeiten bereits an der Behebung des Problems.

Eine unmittelbare Gefahr für Gläubige bestehe zwar nicht, dennoch empfiehlt die Kirche präventive Maßnahmen: „Fahren Sie vielleicht bis Weihnachten etwas vorsichtiger, steigen Sie in kein Flugzeug und verschieben Sie wichtige Projekte bis Neujahr.“ Fallschirmsprünge oder Operationen seien ohne Segen „sowieso tabu“. Für eventuelle Schäden oder Verletzungen könne die Erzdiözese nicht haftbar gemacht werden, betont man.

Dennoch wurde für Ausnahmefälle eine Notfallhotline eingerichtet, wo sich Katholiken – gegen Aufpreis auch Menschen mit anderem Religionsbekenntnis –  vor Reisen, Prüfungen oder Ähnlichem gegen eine kleine Bearbeitungsgebühr notsegnen lassen können.

Eine Segnung per Email sei ebenfalls möglich. „Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Kreditkartennummer mitzuschicken“, betont die Erzdiözese.

(Foto: Christus Vincit)

12 Kommentare

12 Comments

  1. Belinda

    25.04.2014 um 08:59

    Folgende fragen haben sich mir über Ostern gestellt:
    Wozu braucht die Kirche Heilige?
    Wozu braucht das Kinderfernsehen den Kasperl?
    Wozu braucht der Bundespräsident das Volk?
    Wozu brauche ich ein kaputtes Knie?
    Wozu braucht ein Fisch ein Fahrrad?
    Ist der Stuhlgang des Papstes heilig, wenn er vom heiligen Stuhl steigt?
    Meint es der Heinz Fischer ernst, wenn er sagt: „liebe Österreicherinnen und Österreicher“ oder hält er uns insgeheim für deppert?
    Wie viele Ö3-DeppInnen waren in der Staffel beim Wien-Marathon über die Strecke von 42 km, wenn sie sich nach je einem km abgelöst haben und sind die nachher mit dem Taxi heim gefahren?
    Funktioniert eine Himmelfahrt auf Kommando?
    Ist es Schnelligkeit, wenn ich schon schlafe, während andere noch gähnen?
    Wer schützt uns vor den Schützen in Tirol?
    Wie viele WienerInnen bestellen Wiener Würstchen, wenn sie Frankfurter wollen?
    Wird der Papst ja sagen, wenn ich ihn beim österlichen Füßewaschen zu einem gemeinsamen Brausebad einlade?

  2. Joachim

    22.04.2014 um 11:08

    Danke, wieder mal sehr gut :)

  3. Belinda

    22.04.2014 um 08:41

    Der Antisegnungsshield hatte auch in der Steiermark Lücken. Genau um 12.05 MEZ hat es mich gewaltig geflasht als der Urbi et Orbi voll durch mich durchgefahren ist. Wer nicht gesegnet ist, kann auch zu einem Fläschchen Inocentol greifen. Erhältlich bei ihrem Pfarrer oder Exorzisten.

  4. Eiber

    21.04.2014 um 15:59

    Gerade zu dem Zeitpunkt als bei uns der Segen ankommen sollte, gab es einen starken Wolkenbruch. Der Segen ging damit wohl den Bach runter.

    Nach dem Wolkenbruch konnte ich beobachten, dass sich einige Leute in den Dorfweiher stürzten um doch noch etwas vom Segen abzubekommen.

  5. Panik

    20.04.2014 um 19:35

    Phantastisch, der Schutzschild hat weitgehend funktioniert!
    Bis nächstes Jahr wird eine Zuverlässigkeit von 99,95% angestrebt.

  6. Osterharald

    20.04.2014 um 18:35

    Ich war am Vormittag in Wien unterwegs und mir ist auch kein Segen aufgefallen. Vielleicht hätte ich in der U-Bahn doch nicht lesen und statt dessen auf die bunten, flackernden Bildschirme in den Wagons und Stationen.starren sollen.

  7. Lala

    20.04.2014 um 15:35

    Ich wohne in Vorarlberg. Bei uns konnte man den Ostersegen glasklar empfangen. Da er leider nur auf spanisch war, haben ihn laut Angaben der Statistik Austria 90 % der einheimischen Bevölkerung, Bergbauern aus dem Walsertal und Bregenzerwald, auch das Rheintal ist da stark betroffen, nicht verstanden. Macht also den Segen ungültig. Hab mich aber erkundigt: Beim örtlichen Bischof von Feldkirch kann man zu seinen Bürozeiten zwischen 8 und 12 Uhr einen Privatsegen empfangen. Mit dem kommt man zumindest bis Juni 2014 durch.

  8. tata

    20.04.2014 um 14:38

    övp verschob alle zukunftweisenenden projekte bis auf weihnachten..

    • Panik

      20.04.2014 um 19:34

      Nicht möglich, da nicht vorhanden (-> zukunftweisend)!

  9. zwetschkenbaum

    20.04.2014 um 14:13

    Da sieht man mal wieder, wie unseriös „Die Tagespresse“ ist. Ich erhielt um Punkt 13:00 Uhr eine Benachrichtigung per whatsapp, dass mein Segen jetzt angekommen sei und bis Ostern 2015 Gültigkeit habe. Zu dem Zeitpunkt befand ich mich gerade in St.Andrä-Wördern (NÖ). Mir deucht, dass die Tagespresse womöglich bei den Einnahmen der „Notfallhotline“ kräftig mitschneidet!

    • Woifal

      25.04.2014 um 13:16

      Mysteriös, in meiner Kellerwohnung in Wolfpassing habe ich keinen Segen empfangen!

    • Zwetschgenbaum

      29.04.2014 um 18:08

      In Muckendorf-Wipfing kam er auch nie an, zahlreichen Beschwerden des Pfarrgemeinderats zufolge.

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