Schweigeminute: Vranitzky trauert um totgeglaubte SPÖ


Vranitzky schaut traurig in die Ferne
Jeff Mangione / KURIER / picturedesk.com

Ein peinlicher Fauxpas unterlief Ex-Kanzler Franz Vranitzky. Er hielt die SPÖ nach einem Blick in die Medien irrtümlich für tot und gedachte seiner Partei in einer Schweigeminute. Was er nicht wusste: Die Sozialdemokratie liegt zwar im Sterben, ist aber noch nicht klinisch tot. 

WIEN – Ein kleines Schwarz-Weiß-Foto ziert den Esstisch des Ex-Kanzlers. Es ist ein Foto der SPÖ aus besseren Tagen. „Wir waren damals eine richtige Partei, wir hatten sogar ein Programm, manche von uns hatten sogar Visionen. Aber diese Zeiten sind vorbei, ruhe in Frieden“, lächelt Vranitzky traurig und streichelt über den Bilderrahmen.


  • Tony Blair, Gerhard Schröder und Franz Vranitzky auf einem Foto einträchtig nebeneinander. Das war der Moment in den neunziger Jahren, der den Niedergang der europäischen Sozialdemokratie eingeleitet hat. Entweder Sozialdemokratie oder Neoliberalismus. Beides zusammen, das geht ins Auge.

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