Phase-III-Test erfolgreich: Aschbachers Homeoffice-Regeln könnten schon März 2021 starten


Christine Aschbacher
Christopher Dunker/BKA, Depositphotos (M)

Die ganze Welt schaut derzeit auf das österreichische Arbeitsministerium, wo führende Bürokraten fieberhaft an den neuen Homeoffice-Regeln forschen. Arbeitsministerin Christine Aschbacher konnte heute mit guten Nachrichten aufwarten: Der Phase-III-Test mit 44.000 Probanden war erfolgreich, die Regeln könnten tatsächlich wie geplant im März 2021 starten.

WIEN – Unermüdlich wird im Labor des Ministeriums gemessen, geplant, diskutiert und ausgewertet. Christine Aschbacher ist heute lediglich als Algorithmus HAL (Höhere Aschbacherische Lebensform) anwesend. Ein Licht an der Wand beginnt rot zu leuchten: „I am afraid I can’t do that, Dave“, haucht sie freundlich und entlässt einen Jungvater, der gerne von daheim gearbeitet hätte.

Nebenwirkungen selten

„Wir dürfen nur ein sicheres Produkt auf den Markt bringen“, erklärt ein Beamter ernst und überreicht einem Probanden den 890-seitigen Info-Folder „Homeoffice-Regeln für faule Volltrottel leicht gemacht“. Lediglich einmal kam es bisher zu schweren Nebenwirkungen: „Jemand hat versucht, einen Kugelschreiber bei der Einkommenssteuer abzusetzen.“

Für die Ministerin und ihre Beamten ist es ein dramatisches Rennen gegen die Zeit. „Denn so schlimm eine Überlastung des Gesundheitssystem wäre, eine einfache, unbürokratische und menschliche Behandlung der Arbeitnehmer wäre der absolute Super-GAU.“

Skepsis

Doch viele Menschen macht die schnelle Entwicklung der Regeln skeptisch. „Andere Reformen dauern doch viel länger, zum Beispiel die Verwaltungsreform, an der wird schon seit Jahrzehnten gearbeitet“, sagt Konzernchef Siegisbald G. „Ich habe Angst vor Langzeitfolgen. Was, wenn meine Mitarbeiter plötzlich draufkommen, sie können alles genauso gut von daheim aus erledigen und müssen gar nicht im Büro sein? An wem kann ich dann meine Aggressionen auslassen, um mich irgendwie selbst zu spüren?“

Ängste nehmen

Ministerin Aschbacher versucht, diese Ängste zu zerstreuen. „Wir testen sehr umfassend. Sollten Probanden Wahnvorstellungen entwickeln und glauben, sie hätten Rechte, werden wir sie sofort von den anderen isolieren, bevor sie zusammenwachsen und zu einem Betriebsrat mutieren, der die ganze Wirtschaft mit seinen Metastasen lahmlegt. Hier müssen wir vor allem unsere Schwächsten schützen: Red Bull und KTM.“

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Homeoffice bedeutet für 95% der Arbeitnehmer nur, dass man auch zuhause für den Chef erreichbar sein muss und arbeiten kann außerhalb der der normalen Arbeitszeiten …
Auch wenn ich die Maßnahmen im generellen unterstütze, finde ich es Banane dass man privat pro Haushalt nur eine Bezugsperson haben darf, wenns aber Richtung Arbeit geht, dass alles Wurscht ist oder nur eine „Empfehlung“, weil Arbeit ist ja per Dekret eine Corona freie Zone …

Es heisst nicht eine, sondern „einzelne“ Bezugsperson.
Man sollte also dafür sorgen, dass die Tür nicht zu weit offen steht, damit Bezugspersonen einzeln eintreten.
Einen Kurs „ Deutsch für Juristen“ sollte das AMS vielleicht anbieten?

In der Erklaerung im Radio wurde hat der Nehammer aber schon gesagt, das bedeutet, dass man EINE Person fuer sich definiert, mit der man sich trifft und sonst niemanden.

Was der Nehammer erklärt ist nur völlig Blunzn.
Wir haben die Verordnungen einzuhalten, nicht die Auslegungen einzelner Regierungsmitglieder.
Das Gesetz, oder die juridische Formulierung steht über dem Minister.
Die Bestimmungen werden vermutlich wieder die Höchstgerichte beschäftigen, da die Juristen im Gesundheitsministerium offenbar nicht fähig sind einen unzweideutigen deutschen Satz zu formulieren.

Damit meine Schizophrene Persönlichkeit ned mehrmals eintritt oder wos ? XD

Mein Gott, das kam halt alles so unerwartet und plötzlich.
Aschbacher hatte ja auch erst seit Februar Zeit sich etwas zu überlegen.
Der letzte Absatz ist fulminant.

Am Land gehen die Uhren halt langsamer.

… Novomatic bitte nicht vergessen.
Danke, vergelt’s Gott.

Und bitte trotz Corona UNBEDINGT weiterarbeiten und KEINESFALLS 1450 anrufen, wie dies von einigen Arbeitgebern verlangt wird!

1450 wird doch eh von der WK betrieben und die übliche Antwort ist doch eh: „Sie haben kein Corona. Arbeiten Sie ganz normal weiter.“

Hier gibt es nichts zu sehen zerstreuen Sie sich und hsckeln Sie weiter

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