Sollten Sie Fabian Walch nicht kennen, dann haben Sie nichts verpasst. Der Innsbrucker FPÖ-Gemeinderat veröffentlichte vor einigen Tagen auf seiner Instagram-Seite eine Liste mit ausländischen Vornamen aus einer Innsbrucker Pflichtschule. Damit will er vor „Überfremdung“ warnen und „Remigration“ einfordern. Das ist auch schon das Bemerkenswerteste, das er in seinem politischen Leben zustande gebracht hat. Dass die Nachnamen geschwärzt sind, ist jedoch ein Novum in der FPÖ.
Fabian stammt aus dem Lateinischen und wird mit „der Edle“ übersetzt. Das mittelhochdeutsche Wort Walch leitet sich vom althochdeutschen Begriff für „Fremder“ ab. Der FPÖ-Gemeinderat Fabian Walch heißt übersetzt also: der edle Fremde. Das haben wir nicht erfunden. Seine Eltern hatten offenbar Humor.
Und der edle Fremde hat dazugelernt. Bei aller Kritik darf nämlich nicht unerwähnt bleiben: Die Tiroler FPÖ hält bei der Veröffentlichung ihrer Deportationslisten inzwischen wenigstens den Datenschutz ein. Alle Nachnamen wurden vorbildlich geschwärzt.
Fabian Walch, der edle Fremde, beugt sich damit vorbildlich den Datenschutzregeln des verhassten Brüssel. DSGVO-konforme Deportationslisten, vielleicht auch mit Opt-out-Möglichkeit, Auskunftsrecht und Cookie-Banner?



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