Nach Wut-Interview in ZiB 2: Blümel will nur noch anonym auftreten


Während er die Anonymität im Netz abschaffen will, entdeckt Medienminister Gernot Blümel doch noch die Vorzüge der anonymen Meinungsäußerung. Er will nach seinem Wut-Interview in der ZiB 2 nur noch mit einem schwarzen Balken vor dem Gesicht auftreten, um sich weitere Blamagen zu ersparen.

WIEN – Alle Medienauftritte absolviert er künftig nur mehr unter dem Pseudonym „i_am_NOTminister_gerNOTbluemel_81“, damit er keinesfalls als Urheber sämtlicher Wortmeldungen aus seinem Mund rückverfolgbar ist.

„Das ist ja ein Blödsinn, was ich da rede“, lacht er. „Aber es ist wurscht, weil mich niemand finden kann. Ich kann alles sagen. Ich hass meinen Chef, diesen gestörten Psycho! Hahaha!“

Ende der Anonymität

Unter dem Deckmantel der Anonymität geht er noch einen Schritt weiter. Er will Foren-User ab sofort zur Authentifizierung persönlich bei sich im Büro vorsprechen lassen. Diese sollen begründen, warum sie einen Artikel auf derstandard.at kommentieren wollen.

Nach einem 60-minütigen Gespräch werden nur noch Fingerabdrücke, eine Speichelprobe sowie ein Harnröhrenabstrich durchgeführt, danach geht der Kommentar auch schon online. Der Prozess muss für jeden weiteren Kommentar wiederholt werden.

Schock

Doch dann folgt für „i_am_NOTminister_gerNOTbluemel_81“ der Schock. Der ORF hat zur Identifizierung vor dem Interview seine Handynummer eingespeichert und mit seiner Adresse abgeglichen. Über die Software „Mobile Detect“ konnte Blümel ausgeforscht werden. Er wurde zu einem klärenden Gespräch ins Büro seines Chefs zitiert.

Kurz vor Redaktionsschluss erreicht uns noch diese SMS: „Wenn ich mich in 30 Minuten nicht meld, dann haben sie mich genauso verschwinden lassen wie den Reinhold. Ich bin der Julian Assange von Österreich. #freegernot!! Viele Grüsse, Gernot“

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Ein Sack über den Kopf würd’s ebenfalls tun. Achso, nein, Vermummungsverbot…

=)

Plastiksackerl sind verboten und alles andere hätte längerfristig bei dem keinen Sinn…

Elli Gu

NOCH sinds ja nicht verboten … und nachdem ja eigentlich das entsorgen das problem ist, wär das allein schon ein argument, ihm das plastiksackerl nimmer abzunehmen!

Abnehmen käme ja einer Amputation

gleich!

Was, der hat ein

Plastiksackerl?
Oje!

lachwurzn

Der für seine an Lässigkeit grenzende Benommenheit bekannte Blümel sieht sich ja schon als (Vize)Bürgermeister von Wien. Das wird für ihn ein grausames Erwachen, wenn seine Partei bei den nächsten Gemeinderatswahlen nur an fünfter Stelle landet.

Cicero

Na endlich kommt heraus, welche Vollkoffer der Kurzburli auf seinem Narrenschiff eingesammelt hat. Weiter so!!!

fa-nadara

Danke fürs Narrenschiff!

Elli Gu

hahahaha …. genial getroffen … zwecks Vermeidung von Blamage wärs wirklich sinnvoll sich zu verstecken. allerdings … da müßte praktisch die gesamte regierung anonym palavern …

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