Nach Impfstoff: EU bestellte zu wenige Sessel


Von der Leyen schaut zu, während Michel und Erdogan Platz nehmen

Bekommt Brüssel denn gar nichts mehr auf die Reihe? Nachdem die EU zu wenig Impfstoff bestellt hat, unterläuft der Institution jetzt der nächste Fauxpas: offenbar wurden bei der türkischen Regierung vorab zu wenige Sessel bestellt.

BRÜSSEL – „Was ist das?“, flüstert Kommissionspräsidentin Ursula Von der Leyen ihrer Assistentin ins Ohr. „Das ist ein sogenanntes Sofa, eure Hoheit. Darauf sitzen nur scheiß Proleten und schauen den ganzen Tag fern, natürlich ausschließlich Ihre fabelhaften Reden.“ Von der Leyen streicht prüfend über den Bezug. „Ein Sofa… soso. Witziger Name. Na, dann bringen wir’s hinter uns.“

Unsicher setzt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben auf ein Möbelstück unter 10.000 Euro. Zwei Assistentinnen stabilisieren sie. „Ich hasse es, holt mich hier raus“, zischt Von der Leyen nach wenigen Sekunden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beobachtet ihren Kampf genüsslich. 

Zu spät bestellt

Der Grund, wieso in Ankara nur ein Sessel bereitstand: Offenbar bestellte die EU zu spät. „Pardon, Mademoiselle!“, entschuldigt sich Ratspräsident Charles Michel anschließend bei Von der Leyen. „Ich dachte, Sie werden ohnehin in der Küche verweilen. Ich hatte kurz vergessen, welches Jahrhundert wir haben. Könnten Sie mir schnell einen Café Latte holen, mit Zucker.“

Außerdem wurde offenbar auf den falschen Hersteller gesetzt. Denn mit Erdogan bestellte die EU ihre Sessel bei einem brutalen Diktator, anstatt bei einem verlässlichen Partner. „Die Werte passen von vorn bis hinten nicht“, schüttelt eine Pressesprecherin der Arzneimittelbehörde EMA den Kopf. „Offenbar verursacht Erdogan schwere Nebenwirkungen bei demokratischen Systemen.“ Schon nach einem Besuch in Ankara ließen sich bei Von der Leyen und Michel irreversible Haltungsschäden feststellen.

Verzögerungen

Der Bestellfehler könnte die Durchimpfungskampagne gegen das Virus der veralteten Rollenbilder nun um Jahre zurückwerfen. Während in den USA und Israel schon längst genug Sessel für Frauen auf der hohen Bühne der Politik vorhanden sind, könnte es in Europa nun noch Jahre dauern. 

Neuer Fauxpas droht

Für einen Besuch von Sebastian Kurz in Ankara zeichnet sich die nächste Krise ab. Österreich schöpfte das zustehende Kontingent nicht aus. Der Kanzler muss wohl auf einem billigen STEFAN-Sessel von IKEA Platz nehmen, der nur zu 63 Prozent zusammengebaut ist. Derzeit verhandelt er mit Russland über die Not-Lieferung eines Hockers.

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Hätte Charles Michel geistesgegenwärtig reagiert, hätte er sich demonstrativ auf die Bank gesetzt und Von der Leyen den Sessel überlassen.
Eine verpasste Chance, Erdowahn europäische Werte zu demonstrieren.

Charles Michel ist rücktrittsreif und Leyen auch. Politiker müssen auf solche Aktionen schlagfertig sofort reagieren können, sonst habe sie den falschen Job.

Sie hätten sich beide auf das Sofa setzen sollen. Der Erdogan mit dem lehren Stuhl neben ihm, das wäre doch ein spaßiges Bild gewesen.

Ausnahmsweise durchaus ernsthaft:
Seien wir froh über Erdogan – nicht dass ich ihn und seine Politik mag – aber er ist immerhin der Garant, dass die Türkei auch in diesem Jahrhundert nicht EU-Mitglied wird.

War meine erste Reaktion zu diesem protokalifrischem Eklat. Hat er aber nicht, das sagt auch einiges aus!

Ob Mann oder Frau, ob EU oder das Wohnzimmer des Nachbarn, ein einfaches: „Moechtest du dich setzen?“ waere hoeflich und mehr als angebracht gewesen. Und schon waere nicht die EU die, die sich und ihre Werte laecherlich macht.
Der Artikel ist jedenfalls grosse Klasse!

…schon bald wird jeder jemanden kennen, der auf einem Sofa sitzen musste 😪

Tragisch sowas

Liebe Tagespresse,
Bald werdet ihr auch wieder bei einer Pressekonferenz von Kurz dabei sein, wo er den heimlichen Basar um Sessel anprangern wird. Nur diesmal wird von der Leyen glücklich über Basti sein, ist sie doch steuerbar und macht den Job nur wegen der Quote und bleibt halt dann auf ihrem Sessel in Brüssel kleben. 😅

wahre Worte, schön gesprochen

Hätte unser Bundes-Basti etwas gescheiteres gelernt als nur Maturant, dann könnte er sich den STEFAN selber zusammenbauen und wäre nicht auf Russland angewiesen. Kein Mitleid!

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