Maskenpflicht: Corona wartet mit Ausbreitung auf Rückkehr des Kanzlers aus Brüssel


Kurz in Brüssel

Wird er morgen die Maskenpflicht verkünden? Ganz Österreich wartet gebannt auf die Rückkehr von Sebastian Kurz aus Brüssel. Das öffentliche Leben steht still. Jetzt meldet sich auch das Coronavirus zu Wort. Es will bis zur Wiederkehr des Kanzlers mit einer Ausbreitung abwarten. 

WIEN – Österreich steht still. Die Baustellen ruhen. Die Uhren haben aufgehört zu ticken. Die Tauben hängen regungslos am Himmel. Und in den Augen von Finanzminister Gernot Blümel läuft schon der Windows-XP-Bildschirmschoner. Seit Kanzler Sebastian Kurz in Brüssel als Anführer der sparsamen Vier für Österreich das EU-Budget rettet, geht gar nichts mehr. Sogar das Coronavirus hat vorerst seine Arbeit eingestellt, um gebannt das Instagram-Profil des Kanzlers zu verfolgen.

„Ich respektiere selbstverständlich, dass Herr Kurz derzeit in Brüssel weilt, wo er unverzichtbare Fotoshootings absolvieren muss, immerhin geht es dort nicht nur um die Union, nein, es geht um noch mehr, um viel mehr: seine Beliebtheitswerte“, erklärt das Coronavirus in einer Presseaussendung. „Bis zu seiner Entscheidung, ob die Maskenpflicht zurückkommt, werde ich niemanden mehr anstecken. Das einzig Ansteckende derzeit ist das perfekte Lächeln unseres Kanzlers.“

Sparsam

Wir erreichen Kurz gut gelaunt beim Friseur in der Rue Stevin. „Ich hab da so einen kleinen Low-Budget-Laden gefunden, nur 599 Euro. Schade, dass es sowas in Wien nicht gibt, wie Sie wissen, bin ich ein sehr sparsamer Mensch.“

Den gesparten Euro will der Kanzler in seinen nächsten Wahlkampf investieren, für den er schon 13 Millionen auf die Seite gelegt hat. „Es ist noch nicht viel“, bleibt er bescheiden, „Ich bin nur ein kleiner Bausparer, aber ein paar Plakate werden sich darum hoffentlich ausgehen. Ich bin ein sehr, sehr sparsamer Mensch, wie Sie möglicherweise schon wissen.“

Der Friseur hält Kurz den Spiegel vor. „Da hinten noch ein bisserl schreddern, perfekt, danke.“

Hochspannung

Nach dem Friseurbesuch geht es für Kurz weiter mit den zähen Budgetverhandlungen. „Jeder Moment kann hier entscheidend sein“, erklärt der Kanzler. „Wenn du kurz nicht aufpasst, während Merkel und Macron über das Wetter reden, und du dich nicht sofort mit ernstem Blick von hinten ins Bild schiebst und das Licht einen dezenten Heiligenschein über deinem Kopf erzeugt, zack, schon ist es futsch, das perfekte Krone-Cover für morgen.“

Anhänger warten

In Wien versammeln sich inzwischen Gläubige gespannt in der Ankunftshalle des Flughafen Wien-Schwechat. Die Wiederkunft des Messias ist für morgen prophezeit worden. „Das haben die Bibel, der Nostradamus, der Maya-Kalender und sogar die Gerda Rogers vorhergesagt“, erzählt die Jüngerin Elisabeth K. mit einem manischen Funkeln in den Augen. Erst, wenn der Kanzler den österreichischen Boden wieder betreten hat, kann das Leben wieder seinen gewohnten Lauf gehen. 

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Warum kann das der Gesundheitsminister
und der Vizekanzler nicht selbst Endscheidung.
Kurz soll bleiben wo er ist, wenn er in Österreich ist macht er nur Blödsinn.

dem gings doch nicht um die entscheidung …
dem gings darum, daß der anschober mittlerweile beliebter ist als er, also „muß“ er sich in szene setzen, damit er nicht hinter dem anschober zurückbleibt. (als ob ihm das gelingen könnte). trotz der vielen „heiland-„hörigen hierzulande … es hat ja wohl einen SEHR triftigen grund (dh gleich mehrer gründe!!!), daß er in der beliebtheit immer mehr schwächelt. mit bloßér anwesenheit ist das gar nimmer wett zu machen (und hoffentlich überhaupt nicht mehr). seine arroganz kann er nimmer ablegen und schon gar nicht verstecken … nicht einmal hinter papa elefanten!

In Brüssel allerdings auch…;)

Hoffentlich hat uns Papa was mitgebracht… wir Kinder können es kaum erwarten :-)

Habe den Kanzler in der ORFDebatte irrtümlich Chefwirrologe genannt statt Chefvirologe. Die strenge ORF- Zensur löschte meinen Beitrag. Herrgott schau oba-look down schon wieder ein Lock down schrieb ich auch.
.

Ja unser staatsfunk orf, mittlerweile unerträglich.

Johannes Franek Geh heast. Saz ned olle so schiach zum Bundeskurzler. Der mach grad seine ersten psychosozialen Erfahrungen außerhalb seiner Kirche, sorry Österreich. Des muss für den oamen Bua ungefähr so traumatisch sein wie damals als kana glaubt hot das der Typ Jesus übers Wasser geht. Lests die Bibel wie oft hams dem Jesus ane drüber geben, bis er gwusst hat wie a Messias arbeiten muss. Er übt eh scho im Klo seine Auftritte, was wollts noch? Wer kanns dem Bundeskurzler verdenken, dass er raus gangen is als der Macron, die (irdische) Pfeife ehm bled angegangen is. I hab ghört… Mehr »

ich hätt nix dagegen, wenn er sich um die ausgschriebene stelle in US bewerben tät … mit seinem englisch tätens ihn dort aber nicht nehmen. aber bis in november wären wir ihn los. da könnt er reisen und sich anpreisen … nur … mit den 13 mio käm er dort ned weit!

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