Lohnrunde abgeschlossen: Pflege- und Gesundheitsberufe erhalten 2,7% mehr Applaus


Pflegepersonal
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Das haben sie sich redlich verdient! 125.000 Angestellte im privaten Pflege- und Gesundheitsbereich stehen nach dem Abschluss der heurigen Lohnrunde als Gewinner da. Sie erkämpften sich 2,7% mehr Applaus, rückwirkend ab Februar. Für viele kommt die positive Nachricht genau zur richtigen Zeit.

WIEN – „Super, so macht Arbeit wieder Spaß, so fühlt man sich wertgeschätzt“, freut sich Krankenpflegerin Melisa, 31, die um Punkt 18 Uhr aus dem Fenster des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder lauscht. Ganze sechs Sekunden länger erschallt heute der Applaus aus den umliegenden Wohnungen. Sie wischt sich Tränen aus den Augen. Sind es Tränen der Rührung? „Nein, das g‘schissene Desinfektionsmittel brennt so.“

Begeisterung

„Ich weiß noch gar nicht, was ich jetzt mit den 2,7% mehr Applaus machen werde“, lacht Melisa. „Vielleicht gönne ich mir davon mal was, vielleicht verreise ich gedanklich irgendwo hin, ins Badezimmer oder so. Ich hab auch schon seit längerem so einen guten Tropfen Servus-Wein im Auge, hoffentlich akzeptieren sie beim Billa schon Klatscher.“

Kürzer arbeiten

Begeistert zeigen sich die Betroffenen auch über die Arbeitszeitreduktion. „Nur mehr 37 Stunden durchhackln statt 38 Stunden. Geil, das heißt ich bekomm das Burnout jetzt nicht schon wie geplant im September, sondern erst im Oktober“, lächelt Sozialarbeiter Peter, 56, aus Tulln, während er seinem Klienten den Joint wegraucht, um das Verhandlungsergebnis zu feiern.

Fairer Abschluss

Die Arbeitgebervertretung spricht von einem fairen Abschluss: „Wenn die Angestellten sechs Sekunden länger ihrem Applaus zuhören, arbeiten sie leider sechs Sekunden kürzer. Aber man muss nun einmal Kompromisse eingehen. Dass diese sechs Sekunden natürlich dann im Kampf gegen Corona fehlen, tja, das müssen sich die Damen und Herren dann selbst mit ihrem Gewissen ausmachen.“

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streicht unser Konzern Arbeitsplätze und führt für den Rest Kurzarbeit ein. Wegen einer Vermutung wohlgemerkt und nicht etwa, damit die 40 bis 60 Mio., die die zweiköpfige Eigentümerfamilie jährlich kassieren, nicht geschmälert werden. Jene Firma hat sich übrigens über Jahre stark und hart gegen den sozialen Staat eingesetzt. Vom anderen Staat fordert sie nun Steuerkürzungen, Kurzarbeiterzusatzgeld, finanzielle Unterstützung, und dass er für die von den gierigen Eigentümern arbeitslos Gemachten aufkommt. Doch logisch, nicht!? Der Staat kann doch dafür kräftig Schulden machen und diese dann von den zuvor arbeitslos Gemachten einfordern. Entspricht doch auch der vollkommenden Logik des Gymnasiasten und der… Mehr »

und was hat herr angestellter zum gemeinwohl bisher beigetragen?

Na, was wohl: er ist gemein gewesen – zu vielen!

lass mich dich streicheln kleine verschreckte, moccabraune katze.. ich mach es wieder gut

hab ne sidetschik gefunden.. soll ich sie entflammen oder nicht? die frage geht nur an den pro von uns beiden

Genau diese Geizkrägen sind es, die nachhaltig unser soziales Gefüge, Freiwilligendienste (Feuerwehr, Rettung, Vereine,..), im weiteren Sinne Familien, und den ganzen Staat ruinieren. Mich wundert eh, dass diese Herrachaften so unglaublich wenig Reflektionsvermögen besitzen. Aber gut,offenbar kann man doch nicht ALLES besitzen im Leben…

Sie sind es ja – genau betrachtet – nicht, die die Produkte für den Markt herstellen. Das sind ihre, die Arbeiter. Und auch bezahlen sie nicht die Löhne, sondern deren Kunden bezahlen die. Der Kunde bezahlt die Produkte, die die Menschen herstellen und der sogenannte Arbeitgeber, laut Kurz: Leistungsträger, hehe, nimmt sich von jedem Hersteller, dem sogenannten Arbeitnehmer, einen großen Teil des sogenannten Lohnes, den ich als Erlös für den Hersteller (Arbeiter) nennen würde, der aber wegen des von den Staaten erlaubten Leistungs-Raubes nicht das dafür erhält, was eigentlich nur ihm zusteht. Der faule Auftraggeber würde wegen der Nichtarbeit oder… Mehr »

Gremien setzen und sich die Gesetze hinter eurem Rücken zurechtrücken, wie sie es wollen, möchten, brauchen. Sie wählen sich die politischen Sprecher aus und setzen sie bestenfalls in alle Parteien, sodass ihr immer die fast gleiche Prägung wählt, hehe.

Hahahaha, heheheh, hihihi, hohoho, huhuhu: <b<die und nicht du!

Ist doch eine alte Unternehmerweisheit: Gewinne privatisieren, Verluste verstaatlichen

Einer, der’s erkannt hat.
Geht aber nur, wenn über 90 % absolute Vollhülsen sind, wie der und die letzten Kanzler.

toller plan.. ur unauffällig hata das geschafft

Ja, wir werden das bezahlen.
Ob das wir auch die 5% reichen treffen wird, man weiß es nicht!

Die Vorderung in der gleichen Zeit 22,8% mehr Patienten betreuen zu dürfen wurde ebenfalls erfolgreich durchgesetzt. Ein großer Sieg für alle Plegerinnen und Pfleger.

Genau!
Und trotzdem gibt’s vereinzelt immer noch welche, die jammern – die vergessen VÖLLIG, dass SIE draußen sein dürfen, während WIR eing’sperrt sind.

Weg zur Arbeit und wieder nach Hause ist jetzt auch wieder nicht das geilste „draußen“… denn mehr dürfen wir auch nicht.

Da bleibt einem das Klatschen ähm Lachen im Hals stecken…

Leider ja …

So lustig, wenn’s nicht so traurig wäre…

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