„Linksextremer Terror“: AfD entdeckt leicht eingerissenes Plakat in Hanau


Riss in AfD-Plakat
Markus Schreiber / AP / picturedesk.com, Montage

Nur einen Tag nach dem rechtsextremen Terroranschlag in Hanau wird die Kleinstadt von einer neuen Tat erschüttert – doch diesmal kommt sie von links. Ein bisher unbekannter Täter riss ein AfD-Plakat um zwei Zentimeter ein. Die AfD spricht in einer ersten Reaktion von einem Angriff auf die demokratische Ordnung. Der Verfassungsschutz ermittelt.

HANAU – „Schrecklich, ist Sacheigentum in Deutschland gar nicht mehr sicher?“, zeigt sich die Geschichtslehrerin und AfD-Funktionärin Gertrude S. (47) erschüttert, die das leicht eingerissene AfD-Wahlplakat neben einer Shishabar entdeckt hat. Hunderte AfD- und FPÖ-Politiker reisen seit heute Vormittag an den Tatort, um Kerzen sowie Kornblumen-Sträuße vor das Plakat zu legen. 

Mit Rechten reden

„Die kulturmarxistische Euro-Teuro-EU oder Greta ‚Soros‘ Thunfisch – Wer finanziert den linken Terror?“, lautet heute Abend auch das Sendungsthema der ARD-Talkshow „Anne Will“. Als Gäste geladen sind AfD-Chef Björn Höcke, FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl, Faschismus-Experte Harald Hitler aus Oberösterreich, sowie ein Hologramm des vor kurzem verstorbenen Hanauer Politaktivisten Tobias R., der durch den Einsatz künstlicher Intelligenz wieder zum Leben erweckt wird.

Verfassungsschutz ermittelt

„Wir müssen jetzt handeln. Ich hab dazu eine geniale Theorie entwickelt“, sagt Hans-Georg Goebbels vom deutschen Verfassungsschutz. Er zeichnet ein Hufeisen auf ein Flipchart. „Da ist das rechte Ende und dort das linke. Sehen sie, wie nahe die sich sind? Das ist kein Zufall! Beide Enden sind quasi identisch, die Rechten töten Menschen, die Linken Plakate, das ist ja quasi gleich schlimm.“

In Deutschland ist dies bereits der zweite linksextreme Terroranschlag innerhalb weniger Monate. Erst im Oktober wurde in Halle eine Synagoge von einem Täter attackiert, der 2018 einmal im Freibad eine rote Badehose trug. Laut Ermittlungen des Verfassungsschutzes deutet dies auf ein kommunistisches Tatmotiv hin. 

Österreich alarmiert

Auch in Österreich ist man alarmiert. „Meine Gedanken sind in Hanau, wo sehr schreckliche Sachen und auch sehr schreckliche Dinge passiert sind, die sehr schrecklich sind. Ich lehne ja alle Extreme genau gleich stark ab, aber haben sie die Bilder von diesem armen Plakat gesehen? Sehr schrecklich!“, so Bundeskanzler Sebastian Kurz. Der österreichische Verfassungsschutz will Lehren aus dem Anschlag in Hanau ziehen und die „Omas gegen Rechts“ noch intensiver beobachten.

Bis Redaktionsschluss hat sich noch kein einziger Vertreter einer linken Partei von dem Angriff auf das Wahlplakat distanziert.

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