Konkurrenz für SpaceX: Mahrer und Schramböck präsentieren „Rakete Österreich“


Klopapier-Rakete
Ph. Hartberger (M)

Nach der gestrigen Explosion einer Rakete folgt heute die nächste Hiobsbotschaft für SpaceX: Der österreichische Visionär, Philanthrop und WKO-Präsident Harald Mahrer präsentiert gemeinsam mit Digitalministerin und Growth Hacker Margarete Schramböck die „Rakete Österreich“. Sie gilt als rot-weiß-rote Antwort auf die US-amerikanischen Riesen im Rennen ums Weltall. 

MARCHELD – Eine weite Ebene in Ostösterreich. Auf diesem neu errichteten Raketenstützpunkt soll in wenigen Minuten die „Rakete Österreich“ starten und im Weltall Satellitenaufnahmen vom Semmering für das ORF-Wetterpanorama anfertigen. Erste Tests verliefen vielversprechend, wie Harald Mahrer erklärt: „Ich hab sie gestern in die Luft geworfen und sie blieb oben bei mir im Kristallluster für sieben Stunden hängen.“

Dann wird Mahrer ruhig, der große Moment ist gekommen. Er hebt die von Cosy entwickelte Rakete eigenhändig in die Startvorrichtung: „Das ist ein kleiner Schritt für mich, aber es ist ein großer Schritt für die Österreichkeit.“ Doch kurz darauf fegt ein leichter Föhnwind über den Acker. „Untersiebenbrunn, wir haben ein Problem“, funkt Mahrer an die Mission Control. „Wir dürfen nichts riskieren, das Ding hat 700 Milliarden Euro gekostet.“

Moderne Technologie

Schramböck sucht nervös die Zündschnur. „Wir arbeiten hier mit dieser neuen Technologie, die wir quasi in-house entwickelt haben. Wir nennen es ‚Ultra-Ur-Heißes Orange-Gelb-Rotes Ding‘“. Sie zückt ein ÖVP-Feuerzeug und entzündet eine kleine Schnur am Triebwerk.

„Macht’s gut, ihr tapferen Astronauten!“, winkt sie der steirischen Feldmaus Schnurzi (1) und dem Kärntner Astronaut Herbert K. (52) nach, die für die Nation den Mars besiedeln sollen, oder Bruck an der Leitha, die Berechnungen des Landeorts gehen derzeit noch auseinander.

Wunderwerk Antrieb

Für den ökologischen Aspekt waren die Grünen zuständig. „Der Antrieb ist ein biologisches Wunderwerk“, schwärmt Vizekanzler Werner Kogler, der sich seine Rede und seinen eigenen Namen auf einer Serviette notiert hat. „Im Triebwerk der Rakete steckt eine Packung gärender Tetra-Pack Most, der zusammen mit einigen Hackschnitzeln Zwiebelschmalzbrot einen ruckhaften Expulsionsantrieb produziert“, sagt er. „Es ist fantastisch! Ich war gestern selbst schon gefühlte fünf Mal auf der Venus“, lacht er und zeigt sieben ausgetrunkene Raketen her.

Musk zerknirscht

Wir erreichen Elon Musk, während er gerade für eine Blutverjüngung an seinen Blood Boy Samuel, 14, angeschlossen wird. „Ich hab die ganze Nacht nicht geschlafen. Wir haben bei SpaceX einfach nicht mit Österreich gerechnet. Welche Innovationen hat euer Land hervorgebracht, außer diesem Stierhodensaft nach thailändischem Backpacker-Rezept? Aber ich bin Scheitern gewohnt. Wir stampfen SpaceX ein und setzen voll auf Seilbahnen, SeilX, ich bin schon mit den Wiener NEOS im Gespräch.“

Lift-off

Endlich ist es so weit: der Start. Stoisch zählt Chefentwickler Gernot Blümel den Countdown: „Ten, nine, three, banana, seven, Smoothie, Aperol, Spritz, oh da drüben läuft ein süßes Reh – und Lift-off!“

Eine Windböe trägt die Rakete einen Meter in die Luft, eine Krähe schnappt zu und trägt sie nochmals 30 Meter weiter, dann fällt sie zu Boden, wo sie zu brennen beginnt und in eine Schlammlacke stürzt, wo sie zur Stunde aufweicht. Die Astronauten hatten Glück im Unglück: Sie waren zum Start gar nicht erst erschienen.

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hm, wie viel sind denn 700 Milliarden Blümel Euro in richtigen Euro?

Ca. 2 Gigabyte nach Uschi Stenzel

Oder 3…

Hoffentlich hat Santa Sobotka vorher alle miteinander noch gesegnet und mit Novomatic-Gutscheinen aus seinem Sackerl beschenkt!

Hat Sobotka nicht nur Gackerl in seinem Sackerl?

Dort – und im Kopferl.

Buzz Mahrer und Margarete Viehböck – bis in die Bucklige Welt und nicht viel weiter!!!

Schnurzi und K. sind selbstverständlich Austronauten, keine Ami-Astronauten! Anscheinend hat die Tagespresse zur Abwechslung einmal nicht von der APA abgeschrieben, dann passieren solche Fehler.

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