„Keine Unvereinbarkeit“: Sobotka will sich beim Arzt weiterhin selbst untersuchen


Sobotka im Arztkittel

Trotz Kritik von allen Seiten bleibt der Nationalratspräsident hart: Wolfgang Sobotka will sich beim Arzt weiterhin selbst untersuchen. Unabhängige Expertise hält er für überflüssig. Sobotka kann keine Unvereinbarkeit zwischen der Rolle als Patient und jener als untersuchender Arzt erkennen. 

WIEN – Wolfgang Sobotka sitzt auf der Behandlungsliege und tastet sich selbst mit dem Stethoskop den Brustkorb ab. „Das klingt für mich genauso, wie eine gesunde Lunge klingen soll.“ Sobotkas Ärztin sitzt daneben und schaut auf die Uhr. 

„Kommen wir nun zu deinen Blutwerten“, sagt Dr. Sobotka, knöpft sich sich sein Hemd zu, zieht seinen Arztkittel wieder an, setzt sich eine noch winzigere Brille auf und blättert in den Laborergebnissen des renommierten Alois-Mock-Instituts.

„Cholesterin, top, Cholerik, kaum vorhanden, Empathiewerte quasi auf null, Weltklasse. Lieber Wolfgang, da ist alles super sauber, aber eine Empfehlung hab ich, vielleicht könntest du noch bisserl mehr Schnitzerl essen und Wein trinken und deinen Gefühlen vielleicht öfter einmal freien Lauf lassen“, lacht er, klopft sich selbst auf die Schulter und schreibt sich ein Rezept für eine Flasche Cabernet Sauvignon aus Bordeaux. 

Sehtest

„So, jetzt lies mir bitte einmal die Buchstaben da an der Wand vor, beginnend bei dem größten ganz oben.“ Sobotka rückt sich die Brille zurecht. „A, F, G, M oder N, P oder T, Q oder Ä, X oder I, U oder B, C oder W, E oder K.“ Sobotka macht sich Notizen. „Sehr gut, jetzt machen wir noch einen Schreitest. Bitte schrei so laut wie du kannst.“ Sobotka beginnt zu schreien. Das Weinglas der Ärztin zerbricht, eine Straßenbahn entgleist, hunderte Tauben fallen tot vom Himmel, in der Ferne stürzt die WU ein. „Sehr gut, danke.“

Rechnung

Sobotka will aufstehen, drückt sich aber selbst wieder in den Sessel. „Eine Sache noch, lieber Wolfgang. Du weißt ja, das ist eine Privatordi, also…“ Er schiebt sich selbst einen Zettel mit einer Zahl zu. „So, da brauchen wir jetzt bitte ein bisserl Diskretion“, sagt Sobotka. Die Ärztin verlässt augenrollend ihr eigenes Untersuchungszimmer. „Danke“, sagt Sobotka und zückt sein prall gefülltes Geldbörserl.

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Das kann nur ein Fake sein, die Rechnung würde nämlich die Novomatic zahlen, nicht er!

Sobotka ist ein lupenreiner Demokrat. Klug, weise, elegant, nicht machtgeil oder gar korrupt. Nur so kann man in der ÖVP und in Bastis Wunderteam Karriere machen.

Ein herzliches Dankeschön der Tagespresse. Besser kann man mangelnde Selbstreflexion und offensichtlichen Narzismus nicht parodieren. Schade nur, dass der “ renomierte Kot Kenner „(Forbes) Wolfgang Sobotka
weiterhin gemeinsam mit Blümchen und Kumpanen alle verarschen werden .

In der Ferne stürzt die WU ein *rofl*

Sobotka hat nix
NIMMT nur

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