„Keine Angst, ist nicht ansteckend“: Hafenecker positiv auf chronische Dummheit getestet


Christian Hafenecker
Helmut Fohringer / APA / picturedesk.com

Erst gestern wurde bekannt, dass der FPÖ-Abgeordnete Christian Hafenecker schon länger an chronischer Dummheit leidet, jedoch niemanden warnte. Dieser beruhigt nun seine unmittelbaren Arbeitskollegen. Die Krankheit sei nicht ansteckend und lediglich auf sein eigenes Gehirn begrenzt.

WIEN – Hafenecker zieht sich das „Teststäbchen“ aus seinem Ohr, da er inzwischen auch zu dumm ist, um seine eigene Nase zu finden. „28 Grad“, liest er von dem Steak-Thermometer, den er zwischen den Zehen stecken hat, da er nicht mehr weiß, wo seine Hand ist. „Ist das gut oder schlecht, sag schon, du lustiger weißer Zauberer im Kittel?“, grinst der gelernte Hutständer, der in der sozialen Werkstätte der FPÖ als hochbezahlter Nationalratsabgeordneter arbeiten darf.

Der Amtsarzt neben ihm schüttelt mit dem Kopf. „Keine Besserung, IQ weiterhin im negativen Bereich, abführen.“ Zwei Krankenschwestern lotsen den Politiker mit einem saftigen Schnitzerl aus dem Parlament. Er soll sich vorerst zu Hause in Quarantäne erholen, um andere nicht zu gefährden.

Mehr Zeit

Quarantäne Tag eins. Hafenecker wälzt sich auf seiner Couch und klappt sein Notizbuch auf. „So, gemmas an. Ich hab die letzten Jahre so viel rausgeschoben, es ist ein Wahnsinn.“ Er zückt sein Handy und ruft seinen alten Kindergarten an. „Grüß Gott, Hafenecker Christian am Apparat. Folgendes, ich war am 03.06.1983 mit einer akuten Maserninfektion in der Reichsadler-Gruppe. Vielleicht solltet ihr alle Kinder informieren, danke.“

Er schaut in seinem Notizen nach und schluckt. Die nächsten Anrufe werden unangenehm. Er muss alle seine Mitarbeiter über seine Schweinegrippe 2009, seine Burschenschaft über seine Ebola-Infektion 2014 und seine Frau über seinen positiven Test auf niederösterreichische Kuh-Chlamydien aus dem Jahr 2015 informieren.

„Alles zum Glück ohne Behandlung ausgeheilt, ein echter Österreicher hat ein unbesiegbares Immunsystem“, lacht Hafenecker, während er Blut hustet und sich mit einer Drahtbürste im Schritt kratzt.

Der niederösterreichische Politiker erklärt, seine „entschlackte Gehirnmasse“ sei allerdings nicht ansteckend, vielmehr handelt es sich um berufsbedingte Abnutzung: „Das ist wie bei einem Fliesenleger, wo nach 30 Jahren die Kniescheiben hin sind. Mach drei FPÖ-Wahlkampagnen, und du kannst zuschauen, wie dir die Hirnzellen einzeln aus den Ohren rauslaufen.“

Infektiös?

Doch Virologen widersprechen Hafenecker vehement. „Chronische Dummheit scheint hoch infektiös zu sein. Wir beobachten vor allem im Raum Wien immer wieder die Bildung riesiger Cluster“, sagt Toni Fasolt und zeigt uns in der Innenstadt eine langen Schlange vor dem Eisgreissler.

„Dabei bekommt man eine Kugel Basilikum-Tschickstummel, eine Kugel Seitan-Ketamin und zwei Kugeln Seealgen-Karamell-Bademeisterschweiß anderswo zum selben Preis, wie dumm kann man sein bitte.“

Schutzmaßnahmen überflüssig

Parteichef Herbert Kickl besucht Hafenecker ohne Maske in seiner Quarantäne. Der FPÖ-Chef will inzwischen herausfinden, warum es in seiner Partei immer häufiger zu chronischer Dummheit kommt.

„Hafi, bist du vielleicht aus einem chinesischen Labor entkommen?“, fragt FPÖ-Gesundheitssprecherin Belakowitsch skeptisch, während sie mit ihrem Parteikollegen im Pool treibt und sich ein Bier teilt. „Hust mich mal an, ich mag kontrollieren ob du nach Ente mit acht Schätzen riechst.“

Alle Parteimitglieder müssen bis Ende der Woche zum Ariergentest. Das Tragen eines Mund-Nasen-Knebels, um das Verbreiten weiterer geistfreier Wortmeldungen zu unterbinden, hält Kickl dennoch für nicht notwendig.

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Literaturnobelpreis für die „Kuh-Clamydien“. Sofort!

„Soziale Werkstätte der FPÖ “
einfach zum niederknien

Hm, also nach dem Kurz-U-Ausschuss-Verbots-Artikel dieser hier, kleiner Niveauverlust. War das ein Ferialpraktikant?

§ 178 StGB Vorsätzliche Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten:

Wer eine Handlung begeht, die geeignet ist, die Gefahr der Verbreitung einer übertragbaren Krankheit unter Menschen herbeizuführen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen, wenn die Krankheit ihrer Art nach zu den wenn auch nur beschränkt anzeige- oder meldepflichtigen Krankheiten gehört.

Gilt das auch für Nationalratsabgeordnete? Oder nur für normalsterbliche?

Bearbeitet von Grüne Werte sind Türkis

Ja bitte. Anzeige, Strafe. Ist doch echt nicht mehr auszuhalten, das

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