Kaufhaus Österreich schließt: Bezos lässt Amazon-Mitarbeiter zur Feier des Tages aufs Klo gehen


Bezos lacht genüsslich
SAUL LOEB / AFP / picturedesk.com

Das Duell der Giganten ist entschieden. Das Kaufhaus Österreich schließt, der ebenbürtige Konkurrent Amazon hatte am Ende doch den längeren Atem. Groß ist die Freude bei Amazon-Gründer Jeff Bezos. Zur Feier des Tages lässt er seine Mitarbeiter ausnahmsweise während der Arbeitszeit aufs Klo gehen.

WIEN/SEATTLE – „Heute sind wir einfach mal crazy“, lacht Jeff Bezos, steigt aus einer riesigen Phallusrakete, mit der er auf der Bühne gelandet ist und applaudiert sich selbst. „Ihr werdet mich für verrückt halten, aber ich mein das ernst: Das Kaufhaus Österreich ist game over! Heute darf jeder von euch zur Feier des Tages einmal aufs Klo gehen. Let’s fuuuuuuck!“ Alle jubeln. „12 Sekunden pro Person“, ergänzt Bezos. Seine Stoppuhr piepst bedrohlich.

Exzess

Ein Pissoir wird auf die Bühne gefahren. Bezos packt vor der gesamten Belegschaft seinen Penis, der ihm überraschend ähnlich schaut, aus und uriniert genüsslich neben die Toilette auf die Schuhe eines Mitarbeiters. 

Anschließend kramt der reichste Mann der Erde eine einzige Packung Konfetti und zwei Luftballons hervor und lässt sie von seinem asthmatischen Assistenten Alejandro aufblasen. Das Leitungswasser ist eingekühlt – auch eine zweiminütige Trinkpause spendiert Bezos seinen fleißigen „Oompa Loompas“, wie er seine Angestellten liebe- aber auch respektvoll nennt. 

Partystimmung auch im Amazon-Verteilzentrum Wien Nord. Die Trommler, die den Takt vorgeben, halten erstmals seit Monaten inne. Auch die Peitschen der Aufseher hängen schlaff zu Boden. „Das ist auch euer Sieg!“, ruft Bezos, der via Hologramm von der Decke der Lagerhalle zu seinen MitarbeiterInnen spricht. 

Seltene Niederlage

„Glauben Sie, dass ich verrückt bin?“, fragt Harald Mahrer unseren Redakteur gegen Ende eines langen Abendessens in einem feinen Fischlokal in der WKO-Zentrale. Der CEO der Wirtschaftskammer erlitt heute eine seiner sehr, sehr, sehr seltenen Niederlagen.

„Ja, natürlich. Unsere Suchmaschine hatte Stärken, etwa die Inserate. Aber auch Schwächen, etwa die Suchmaschine. Es hätte auch klappen können. Niemand weiß, ob etwas rauf oder runter geht, sich seitwärts bewegt oder sich im Kreis dreht, Fugayzi, fugazi. It’s a whazy. It’s a woozie. It’s fairy dust.“

Es ist diese ehrliche Selbstkritik, die Mahrer so erfolgreich macht. „Schwamm drüber, genießen wir wieder, zahlt eh die Kammer.“ Mahrer klatscht in die Hände. Der Kellner bringt eine Magnum-Flasche Roederer Cristal Imperial Grand Cru aus dem Jahr 2002. Mahrer wäscht sich damit die Hände. Dann taucht er seine Finger in das Dessert: fermentierte Kindertränen an Sauerampfer-Cremé.

Ärger bei Kunden

Das Aus des „Start-upsi“ (Financial Times) hinterlässt eine Lücke. Bei langtägigen KundInnen des Kaufhaus Österreich herrscht Ärger. „Und wo bitteschön soll ich jetzt hin, wenn ich etwas nicht finden will?“, fragt die einzige Kaufhaus Österreich Prime-Kundin Julia Schindler aus Wien. Sie nimmt ein Sackerl, spricht eine Suchanfrage hinein und legt es Harald Mahrer vor die Bürotür. Minutenlang bekommt sie keine Antwort. „Na bitte, das ist ein super Ersatz!“

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„Das Start- upsi“ – herrlich 🤣!

Potenzial zum bleibenden Fachausdruck!
Aber die „langtägigen“ Kundinnen sind auch nicht schlecht :-)

Aus Dankbarkeit spendiert Jeff Bezos Harald Mahrer und Margarete Schramböck einen Flug ins All.
(Hoffentlich ohne Rückflug)

Der Mahrer kann sich gar nicht vorstellen, wie sehr er von vielen selbstständig Tätigen gehasst wird, weil diese mit ihren Zwangsmitgliedsbeiträgen sein Gehalt finanzieren und ihn durchfüttern müssen.

Aber geh, das sind doch brave ÖVPler. Habe erst vorige Woche mit so einem Exemplar im Waldviertel gesprochen. De glaubt nur, was im der Hanger vorbetet. War furchtbar seine Argumente zu hören: Es ist ja noch gar nichts bewiesen, die bisherigen Anschuldigungen haben auch alle nicht gestimmt. Der arme Kurz, ….

Wer startet ein GO-GO-Fund-me für den Kauf einens Zusatztreibstoffmoduls für die Rakete ? Nur um sicher zu gehn das die Rakete nicht irgendwann wieder mal in unsere Umlaufbahn zurückkommt …

Was passiert, wenn das Weltall nicht bereit ist, solchen Witzfiguren Asyl zu gewähren?

Dann haben die hoffentlich eine funktionierende Flugabwehr ;)

Die Klingonen machen das scho….

Oder die BORG. Wobei, ob die sich diesen Trojaner einhandeln wollen ?

Ich versteh nicht was alle haben. Kaufhaus Österreich war doch für die gedachte Anwendung absolut supererfolgreich. Es war dazu gedacht das die shoppingwütigen Österreicher, denen sowieso jeder Cent schon aus den Taschen gesaugt wurde beim Online-Shoppen halt NICHT fündig werden und somit nicht an irgendjemand anderen Geld als an das Finanzministerium (=Aussenamt der türkisen ÖVP) Geld rausrücken können. Das Projekt war ein Spitzenerfolg !

„Lasse Mitarbeiter aufs Klo gehen“, libe Tagespresse Ihr seid einfach genial 😂. Reinstes humoristisches Genie!!! Nicht im Traum hätte ich daran gedacht.

Weiter so 👍😂😂😂

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