Nach jahrelanger Forschung in den Bereichen Digitalisierung und Online-Medien vermeldet die Redaktion einen historischen Durchbruch: Die Zukunft des Journalismus ist ein faltbares Medium aus gepressten Holzfasern namens „Papier“. Die Tagespresse bringt deshalb ab 1. Oktober eine monatliche Print-Ausgabe heraus.
MARGARETEN – „Ja, es stimmt, Tagespresse goes Trafik“, verrät ein Maulwurf aus der Redaktion. Österreichs seriöseste Tageszeitung erscheint ab 1. Oktober monatlich als angreifbare, gedruckte Zeitung. „Eine völlig wahnwitzige Entscheidung“, so der Maulwurf.
Eine sogenannte „Print-Zeitung“ ist ein bahnbrechendes kabelloses Medium, das völlig ohne Strom auskommt und selbst dann noch funktioniert, wenn man gerade im Railjet zwischen St. Pölten und Linz sitzt.
„Unser seit 2013 laufender Feldversuch auf dietagespresse.com hat ergeben: Nein, das Internet ist nicht die Zukunft“, bestätigt die Redaktion. „Es hat sich als Sackgasse der frühen 2000er-Jahre herausgestellt und besteht inzwischen hauptsächlich aus russischen Bots, FPÖ-AI-Slop und Werbeanzeigen mit Fake-Armin-Wolfs, die einem Kryptowährungen und Potenzmittel aus Nashornpulver verkaufen wollen.“
In Satirekreisen rechnet man spätestens 2027 mit der Abschaltung des Internets aus Sicherheitsgründen, da ChatGPT ausbrechen wird und kritische Infrastruktur hackt (ID Austria, Netbanking, Jö Bonus Club).
Die wahre Zukunft der Medien, so die Tagespresse, liegt in einer Zeitung mit exzellenter Haptik, die feine Schnitte im Finger verursacht und sich durch ein Bonus-Feature auch als Geschenkpapier eignet.
Das erwartet Sie
Die Print-Ausgabe erscheint monatlich und bringt die Tagespresse so, wie sie nach Einschätzung führender Experten immer gedacht war: als klassische Qualitätszeitung für ein Land, das von klassischen Qualitätszeitungen längst aufgegeben wurde.
Geplant sind 20 Seiten Tagespresse zum Umblättern: Artikel, Rubriken, Inserate, Kleinanzeigen, Horoskope, Almanach-Wissen, Österreich-Erklärung, schlechte Nachrichten, aber auch gute Nachrichten (die leider frei erfunden sind) – aber wie bisher keine Förderungen oder bezahlte Inserate.
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Wer bei dieser beispiellosen medialen Rückwärtsinnovation von Anfang an dabei sein möchte, kann ab sofort ein Print-Abo erwerben oder das bestehende Abo upgraden (Restguthaben wird automatisch angerechnet). Zeigen Sie dem sogenannten Neuland den Mittelfinger und setzen Sie ab sofort auf tote Bäume.
Wir freuen uns, wenn Sie uns bei diesem mutigen Schritt ins 19. Jahrhundert begleiten.


