„Jetzt stimmts!“: Blümel korrigiert Budget auf 102 Milliarden Schilling


Blümel im Parlament
Georges Schneider / picturedesk.com

Gestern noch leistete sich Finanzminister Gernot Blümel mit sechs fehlenden Nullen im Budgetentwurf einen peinlichen Lapsus im Parlament. Doch jetzt scheint alles zu stimmen: Heute früh brachte er einen korrigierten Entwurf ein, diesmal über 102 Milliarden Schilling. 

WIEN – „Ich hab das über Nacht noch ganz allein umgeschrieben, jetzt stimmts, wir sind startklar“, sagt Blümel stolz. „Das letzte Budget hat leider mein Hund gefressen, deshalb haben da ein paar Nullen gefehlt, jetzt hammas aber, 102 Milliarden Schilling!“

Kanzler Sebastian Kurz blättert das neue Budget durch und klopft seinem Freund aufmunternd auf die Schulter. „Das hast du gut gemacht. Wow, sogar in Times New Roman und nicht in Comic Sans, wie das letzte Mal.“ Blümel lehnt sich entspannt zurück. Endlich hat sich das Blatt für ihn gewendet. „Kann ich jetzt endlich heimgehen oder braucht‘s ihr noch mein No-How?“

Selbstbewusst

Zur Präsentation des Budgets zeigt sich der junge Finanzminister in gewagtem Outfit. „Ich hab mir neue Lederschuhe gekauft, Größe 0,45“, lächelt Blümel stolz und zwängt seinen kleinen linken Zeh in den Puppenschuh. Für den neuen Budgetentwurf kann Blümel auch auf großen Rückhalt der Bevölkerung zählen: „In Umfragen stehen wir schon bei 39.000%, so viel Vertrauen stärkt uns den Rücken.“

Neuer Fehler?

Nach dem Beschluss des Budgets flüstert Kurz Blümel wütend ins Ohr. Die Halsschlagader des Kanzlers zuckt. Blümel steht auf. „Phu, also anscheinend kann man‘s echt niemandem Recht machen, hat noch irgendwer ein Problem damit, dass das Budget in Schilling ist? Wie mas macht, is falsch. Ich bin jetzt jedenfalls auf Wochenende.“

Eines steht nach diesem Budget laut Experten schon jetzt fest: Mit einem Nullendefizit in der Regierung ist auch in den nächsten Jahren nicht zu rechnen.

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„Mit einem Nullendefizit in der Regierung ist auch in den nächsten Jahren nicht zu rechnen“

So gut!

weil immer mindestens 183 Nullen anwesend sind.
Nein, nicht während der Sitzungen! Da fehlen sie ja
und erfüllen das Defizit.

Der Gegenbeweis ist geglückt
0x0 ist NICHT NULL
sondern 00
Also zum Sch…

Aber genau die hat ja keiner dieser Nullen.
Nein, auch die Weibleins nicht!

aber nein doch!
0 x 0 = blümel

Der neue Lieblingssong der Roten, Blauen, Pinken:
Sebastian, vielen Dank für den Blümel,
vielen Dank, wie lieb von dir …

Wir hassen die Linken.

Tja, Freunde, wer’s vergessen hat, was er ist …*
* einige davon waren’s nämlich mal

Nur die Maurer hält ihn noch für den besten Finanzminister aller Zeiten.

Als Vorsitzende der JVP muss sie das doch!

Lieber Herr Blümel, wenn Ihnen wieder Mal ein paar Nullen fehlen: einfach auf der Regierungsbank nachschauen, da gibt’s ganz viele davon. Und auch NullInnen sind dort ausreichend vorhanden!

viel einfacher: er braucht nur ein paar mal hintereinander in den spiegel zu blicken!

Dem kann ich nur zustimmen.
Hin und wieder fällt einem klugen Huhn ein Ei in den Dreck.

Bei der Stenzl ihr‘n Auszucker ‚Gigabyte statt Gigatonnen’ war‘s ja noch lustig. Aber was die gesetzestechnisch im Parlament ausehaun, is nur mehr erschreckend. Wieso hat diese Dilettanten-Truppe Mitterlehner-Kern wegputschen müssen? Außer Message Control und Pressekonferenzen haben die no nix zusammengebracht.

Warum Mitterlehner-Kern (DAS war eine die Dilettantentruppe) weggeputscht wurde? Na, weil die ÖVP endlich wieder Wahlen gewinnen wollte. Was ja auch glänzend gelungen ist. Und die halten Sie für Dilettanten? Wischen Sie sich den Schaum vom Mund und fragen Sie sich, warum es bei SPÖ und FPÖ (aus unterschiedlichen Gründen) so finster ausschaut.

Kann mich nicht erinnern, dass unter Mitterlehner/Kern derart fehlerhafte Gesetzesanträge in letzter Minute verhindert werden mussten. Liegt vielleicht daran, dass die alte Regierung mehr Berufserfahrung und Verantwortungsbewusstsein hatte, als dieser narzisstischer Maruranten-Pressekonferenzen-Verein.

Das ist ja das Traurige. Eine Regierung soll für das Land arbeiten, für die Menschen im Land. Ein Minister sollte sich um die Aufgaben in seinem Ministerium kümmern, statt andauernd Wahlkampf zu machen. Besonders schlimm sind Minister, die sich in Lantagswahlkämpfe einmischen und sich nicht um ihre Ministerien kümmern.

Noch so ein Hypernaivling: Hyper, hyper!

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