Ist er eigentlich ein Bus? Auch Dr. Richard zittert um Doktortitel


Dr. Richard Bus
Linie29/Wikipedia, CC

Muss jetzt der nächste hochangesehene Akademiker um seine Reputation bangen? Der in ganz Österreich bekannte Dr. Richard könnte seinen Doktortitel geaschbachert haben. Laut Recherchen der Tagespresse handelt es sich bei Dr. Richard nicht um einen Arzt, sondern um einen Reisebus.

WIEN – Ein unwirtliches Industriegebiet in der Brigittenau. Hier, zwischen Tankstellen, Bordellen und Bordell-Tankstellen soll sich laut Firmenbuch die internistische Praxis von Dr. Richard befinden. Doch schon auf den ersten Blick wird klar: An der vermeintlichen Adresse ist von Patienten, Röntgengeräten und sieben Jahre alten Autorevues keine Spur. Stattdessen finden wir nur einen riesigen Busparkplatz vor.

Dr. Richard streitet die Vorwürfe in einem Interview vehement ab: „Was heißt, ich bin kein Doktor? Alles einsteigen bitte alles einsteigen, das sind haltlose Unterstellungen, einmal Floridsdorf – Linz macht 30 Euro geradeaus bitte, ich werde alle klagen, die meinen Ruf als Arzt ruinieren wollen und sodala Türen zu, anschnallen bitte, was is los da hinten? Reiß ned an der depperten Tür herum, das Häusl is zuagsperrt.“

Was uns stutzig macht: eine e-Card müssen wir während der gesamten Fahrt nach Linz nicht vorweisen. Auch seine Diplomarbeit „Fahrplan Region Ostösterreich 1987/88“ mutet unwissenschaftlich an und wird derzeit von Experten geprüft. Läuft hier ein falsches Spiel?

Zufriedene Patienten

Langjährige Kunden halten ihm trotz der Vorwürfe die Treue. „Hier wird der Ruf eines tüchtigen Arztes besudelt“, erzählt die Patientin Claudia F. (72). „Einmal hat er meinem Mann gegen die Grippe drei Liter Schmieröl verschrieben, er ist laut Autopsie aber nicht am Schmieröl gestorben, sondern mit dem Schmieröl. Und die Kur für meinen Bluthochdruck an der Autobahnraststätte Amstetten war auch tiptop.“

Neues Ziel

Auch Plagiatsjäger Stefan Weber hat inzwischen ein neues Ziel gefunden, nachdem er Christine Aschbacher zu Fall brachte. Er schlendert über den Naschmarkt, zückt ein kleines Notizbuch und bleibt vor einem gewissen Dr. Falafel stehen. Weber wendet sich an den 19-jährigen Verkäufer: „Ich bekomm ein Pepsi und ein Oberbauchultraschall.“

Der Mitarbeiter von Dr. Falafel führt Weber in eine düstere Baracke am Naschmarkt, wo tatsächlich zwischen Bananenkisten mehrere diagnostische Geräte stehen. Darüber hängt ein Schild: „Alle Kassen“. Heute hat sich der Verdacht nicht erhärtet.

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Spät gelesen, aber immer noch sooo ein cooler Artikel! Danke!

Was ist eigentlich mit Dr. Oetker? Wer treibt ja noch immer sein uns Wesen. 😀

Und wenn es doch Richard Drobner ist?

Achtung Verwechslung! Dr. steht für „Dragan“… Mit den Plagiatsjägern ist die falsche Behörde ausgerückt!

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