Immer mehr Untaugliche: Bundesheer führt Online-Wehrdienst ein


Online-Wehrdienst

Bewegungsmangel, Haltungsschäden, Übergewicht: Immer weniger junge Menschen sind tauglich für das Heer. Um die Landesverteidigung aufrechterhalten zu können, hat das Bundesheer die „Online-Miliz für Gewichtsproblematiker“, kurz OMFG, ins Leben gerufen.

WIEN – Untaugliche Wehrpflichtige erhalten zukünftig eine Spielkonsole zugeteilt und können ihren Präsenzdienst auf der eigenen Couch ableisten. Laut Verteidigungsminister Mario Kunasek entsprechen die Konsolen mit dem Namen „Defense-Station“ dem gewohnt hohen technischen Ausrüstungsniveau des Heeres. Sie wurden aus von den Alliierten im Jahr 1955 zurückgelassenen Dechiffriermaschinen sowie ausgeschlachteten Eurofighter-Bordcomputern zusammengelötet.

Pionier

Als einer der ersten Rekruten hat der 19-jährige Benjamin Gerstbach aus Wien vor wenigen Tagen seinen Online-Wehrdienst angetreten.

Während er sich im Wohnzimmer mit der Defense-Station über ein tarnfarbenes 56k Modem auf dem Bundesheer-Server „TÜPL Allentsteig“ einloggt, schildert er seine Erfahrungen als Online-Rekrut: „Gleich am ersten Tag bin ich mit meinen fettigen Chipsfingern von der Maus abgerutscht und hab versehentlich einen Vizeleutnant geheadshottet. Da hab ich dann als Strafe gleich drei Tage Ausgangspflicht ins Real Life bekommen. Das war schon zach.“

Truppenübung

In der Nacht findet unter dem Codenamen „Forstnite“ eine große Online-Truppenübung statt: Bewaffnet mit einer Spitzhacke müssen die Rekruten über einem Wald abspringen, eine Stellung errichten und diese verteidigen. Doch nach wenigen Minuten wird die gesamte Online-Kompanie von einer Eliteeinheit aus zwei 11-jährigen südkoreanischen Feinden eliminiert.

Ausbilder „UpperWatch_Masta_69“ ist außer sich: „So, Herrschoften, für diesen militärischen Mega-Fail fall’ ma gleich mal alle um auf fuffzig Liegestütz!“, brüllt der Unteroffizier in den Voicechat.

Alle Rekruten beginnen wie wild zu klicken, um ihre Avatare auf und ab zu bewegen. Doch bereits nach zehn Zeigefingerbewegungen brechen die ersten Grundwehrdiener vor Erschöpfung auf ihrer Couch zusammen. Sanitäter eilen herbei und versuchen, ihren Kreislauf mit Cola, Red Bull und Erdnussflips zu stabilisieren.

Untauglich

Wenige Tage später endet der Dienst an der Waffe für Benjamin. Aufgrund einer chronischen Sehnenscheidenentzündung wird er als „untauglich“ aus dem Online-Wehrdienst entlassen. Er absolviert ab morgen seinen Online-Zivildienst als Bettpfannen-Entleerer im Krankenhaus von Los Santos.


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Youngrula

Haha Super geschrieben mal was anderes 😄 Natürlich nur gesunde Ernährung und die Hände müssen fettig sein um schneller triggern zu können😂

Untaugliche

Klingt verdammt nach Präsident, Kanzler und andere Scheißhäuser.

Borgborg

Benjamin oder Dominic ?

lachwurzn

Unser Bundesheer ist halt die Ryanair unter den Militärs. Schlechter und billiger geht nicht.

Waffen werden nur von Idioten gebraucht!

Ich weiß: das ist Dumpfis noch nicht klar geworden.
Und die sitzen hauptsächlich in den Regierungen, die Dumpfies.

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