„Ich bin hier das wahre Opfer!“: In acht Schritten durch jede Polizeikontrolle


Polizeikontrolle
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Wer kennt das nicht? Kaum fährt man gemütlich mit 130 km/h und 1,9 Promille durch das Ortsgebiet wie ein ganz normaler Mensch, schon wird man von der Polizei ausgebremst. Die Tagespresse zeigt Ihnen heute, wie Sie mit acht einfachen Schritten einer Strafe entgehen.

Inszenieren Sie sich als Opfer

Lockern Sie sich selbst vor Fahrtantritt die Muttern, fahren Sie den Karren dreimal hintereinander gegen die Wand und kreischen Sie dann hysterisch, bis die Polizei kommt. Auch möglich in der Variante „Besoffen Motorbootfahren am Wörthersee“. So stellen Sie sicher, dass nur andere Köpfe rollen und nie der eigene! Genial!

Bringen Sie Ihre Mutter ins Spiel

Meine Mama ist extrem traurig und besorgt, seit sie den 39-Euro-Strafzettel von der Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf gesehen hat. Sie sagt, sie hätte sich für mich was anderes gewünscht als den Personenverkehr und so einen Umgang. Und das alles so knapp vor dem Ende von meinem L17.“

Tauchen Sie ab

Schlechte Nachrichten? Jetzt ist echtes Leadership gefragt: Tauchen Sie einfach mal für fünf Wochen im Kofferraum unter. Lassen Sie andere den Strafzettel zahlen, Sie können es sich derweil gemütlich machen, vergessen Sie die Powerbank nicht fürs Candy Crush spielen.
Alternative: Hissen Sie die israelische Flagge auf ihrer Autoantenne, laden Sie alle Verkehrsteilnehmer zu einem Hintergrundgespräch, außer der Person, die Sie angefahren haben, oder schicken Sie ein Schmuddel-Dossier über den ARBÖ an den ARBÖ.

Der richtige Spin entscheidet

Schnell tipptipptipp machen und unter dem Pseudonym „Martina Salomon“ eine Presseaussendung im Parteisprachrohr „Kurier“ veröffentlichen. Stichwort Deep State. Braucht unsere Republik wirklich diesen „vollkommen aufgeblasenen links-linken Polizeiapparat, der einfache Autofahrer abstraft“? Wohl kaum. 

Verwischen Sie alle Spuren

Moderne Autos stecken leider voller Technologie, die man vor Gericht gegen Sie verwenden kann. Schreddern Sie den Tachometer, vernichten Sie den Motor oder schicken Sie Ihre Frau abseits vom Unfallort unauffällig mit den Bremskabeln spazieren, bevor der Polizist die Spurensicherung rufen kann.

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Reicht das nicht, überraschen Sie den Polizisten doch mit einigen Donuts. Mit Schoko, Nougat oder Zuckerglasur – er kriegt eh alles was, was er will. So kreieren Sie eine Win-Win-Situation, der angefütterte Cop lässt Sie weiterfahren und ist auch noch gestärkt für die nächste, medienwirksame Kinderabschiebung.

Beauftragen Sie einen Gutachter

Wichtig ist, dass der Gutachter zu folgendem Schluss kommt: „Eine Strafe ist unwahrscheinlich, da der Fahrer ja wusste, dass zu schnell fahren bestraft werden würde.“ Jeder Richter wird erkennen: Sie können gar nicht zu schnell gefahren sein, denn Sie wussten doch, dass das nicht erlaubt ist. Logo! Lassen Sie zur Absicherung noch eine Kinderzeichnung anfertigen, auf der sich eine 4-Jährige wünscht, dass Sie mit Vollgas weiterfahren dürfen.

Auch nach Anklage: Fahren Sie unbedingt weiter!

Linkslinke Kritiker und bezahlte Schmierfinken werden behaupten, es sei physikalisch unmöglich, ein Auto zu steuern, wenn man Handschellen trägt. Irrtum! Jetzt erst recht! Es ist Zeit für den neuen Stil! Zeigen Sie es allen und geben Sie noch einmal so richtig Gas.

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Auf den Punkt gebracht … wie lange sich die österreichische Bevölkerung wohl die türkisen GeisterfahrerInnen noch gefallen lassen wird? Wäre es nicht schön langsam Zeit, einige hunderttausend demokratiepolitische „STOP“-Signale aufzustellen am Ballhausplatz – mit FFP2-Maske und Abstand?

Bearbeitet von Mogens

Und Nehammers Mannen werden euch niederknüppeln
Versteckt euch hinter einer Anti Corona Demonstration

Bearbeitet von Otc

Leider sehr gut auf den Punkt gebracht!

Schreddern lassen ohne zu bezahlen. Kaufhaus Österreich erfinden, Doktortitel kaufen, Schmuddeldosdier an die falsche Adresse schicken usw. usw. usw. – lernt man das in Bastis Team oder reicht es, wenn man dafür naturblöd ist?

Dafür braucht man nur die gleichen Berater, wie sie Netanyahu und Orban für ihre Sudelkampagnen engagiert hatten. Auch Bumsti sprach auf Ibiza davon, diese engagieren zu wollen.

Genau für diesen großartigen Artikel hat es sich wieder einmal ausgezahlt die ganze Berichterstattungen über die Nicht-Rücktritte ohne massives Schleudertrauma vom vielen Kopfschütteln zu überstehen

Man könnte auch beim Wolfgang F. anrufen und berichten lassen, dass alle anderen Verkehrsteilnehmer einfach nur gegen „Ihn“ sind.

Ich muss Sie leider darauf aufmerksam machen, dass es zur Zeit keinen Abgeordneten zum Nationalrat namens „Wolfgang F.“ gibt. Bitte unterlassen Sie solche versteckten Beleidigungen gegen Ihn. Andernfalls müsste ich die Justiz einschalten.

Wieso im Nationalrat? Viel einflussreicher ist doch die Medienszene, die dafür sorgt, dass ihre Konsumenten das Kreuzerl bei der richtigen Partei machen. Es kann zwar passieren, dass der Auserwählte zum Dank aus Spanien ausrichten lässt, man wäre ein Schneebrunzer.

Ich nehme das sofort zurück. Wie konnte ich nur! Und danke für sie 9.999 € Lagerhausgutscheine!

Jawohl! Das grenzt an Sobotage!

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