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  • „Heutzutage unvorstellbar“: Zeitzeuge der letzten Verwaltungsreform verstorben


    Gestern Abend verstarb mit Bernhard Weber (109) der letzte Zeitzeuge der österreichischen Verwaltungsreform im Jahr 1918. Weber war damals mit nur neun Jahren als Beamter im Innenministerium direkt am Ausarbeiten der Reform beteiligt.

    Andere Zeiten

    „Die Zeiten waren damals hart“, erklärte Bernhard Weber in seinem letzten Interview mit TV-Moderatorin Barbara Stöckl, während dem er schließlich vor Langeweile live im Studio verstarb.

    „Wir hatten keine Kindheit. Ich war mit zwei Jahren schon am Gymnasium, mit sechs musste ich studieren und dann mit acht Jahren hab ich als Beamter im Innenministerium gearbeitet, wo wir die Reform quasi an einem Tag durchgezogen haben.“

    Zu den Maßnahmen gehörte etwa die Umbenennung des Bauernministeriums in Landwirtschaftsministerium – Reformen, die heute geradezu radikal anmuten. Damals, so Weber, gab es kaum Widerstände. „Die Sozialdemokraten hatten kein Geld um sich Sand und Zement zu kaufen. Betoniert hat damals noch niemand.“

    Niemals vergessen

    Waren extreme Befürworter hin zu einer radikalen Verwaltungsreform lange bloß Einzelfälle, radikalisiert sich die Gesellschaft in letzter Zeit immer mehr. So warnt der österreichische Gedenkdienst schon länger vor Reformen wie damals vor 100 Jahren.

    Auch der oberösterreichische Historiker Rene Deller mahnt: „Österreich hat viel mitgemacht. Den Ersten Weltkrieg, den Zweiten Weltkrieg. Doch unter Schwarz-Blau droht mit der Verwaltungsreform nun auch dem dunkelsten Kapitel der österreichischen Geschichte eine Renaissance.“


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    lachwurzn

    Nach 35 Jahren haben sich die Bundesländer auf ein einheitliches Jugendschutzgesetz geeinigt. Die Bildungsreform kommt 2023, ein Ende der kalten Progression bereits 2035 und die Pensionsreform tritt hurtigst 2047 in Kraft.

    Ebenso im Verkehrswesen: Wir haben im Moment einen Testlauf für Rechtsabbiegen bei Rot. An drei Kreuzungen in Linz. In 100 Jahren sind dann hurtigst ein Zehntel der Ampelanlagen umgestellt.

    Dagegen kommt das mit der gesenkten Körperschaftssteuer für Betriebe sicher schon in ein paar Wochen. Rückwirkend bis 2008.

    brrrblume

    dafür haben wir mit den arbeitsbezogenen reformen den staat auf ein niveau vor der jahrhundertwende 1900 zurückgebaut.

    Und wenn du kritisierst, dass es DIR zu langsam

    geht, dann kann ich hoffen, dass du nach 1965 geboren worden ist; weil sich die Reformen ausschließlich und negativ auf die Klientel nach diesem Jahr konzentrieren.

    Nur so können sich Eliten und Pseudoeliten (das = Politiker) ihre Pfründe schon heute für die Zukunft retten: indem sie eure Leistungen einschränken!

    die Pensionsreform tritt hurtigst 2047 in Kraft

    Ja, dann hast du allerdings übersehen, dass es jedes Jahr um die zwei Pensionsreformen hinter deinem Rücken gibt. Ja, ja, ich weiß: Blöd, wenn die Zeitungen darüber nicht berichten und man selbst zu faul ist zu recherchieren.

    Konkret aus dem Mund eines mir bekannten Vorstandmitgliedes: »In den letzten 19 Jahren haben wir 35 mal das Pensionsgesetz geändert.« Und das (diese Aussage!) ist jetzt schon wieder drei Jahre her.

    Hirsl

    Traurig, aber wahr!

    … dann mit acht Jahren hab ich als Beamter im

    Innenministerium gearbeitet …

    Die Ergebnisse heutzutage unterbieten die der Achtjährigen anno dazumals aber bei weitem. Schon weil Strolchi & Furz im Hirn noch keine zwei Jahre alt sind.

    Entschuldigung an alle anderen Zweijährigen!

    Barbara mit’m Stöckl
    Meine

    auch!

    Fatal: altes Wissen geht so verloren!

    Auch um die Kolonie 100, der Kolonie für Unbelehrbare, der Kurz und Strache längst zugeführt worden wären, gebe es ausgleichende Gerechtigkeit. Aber man hat Angst, dass die Kolonie für Schwerverbrecher korrumpiert werden könnte.

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