Lange war der Klimawandel für ÖVP-Politiker und ihr Kernklientel eine abstrakte Bedrohung: schmelzende Gletscher, Ernteausfälle, Waldbrände – Dinge also, die entweder weit weg passieren oder für die es Versicherungen und Entschädigung gibt. Doch wie Satellitenaufnahmen zeigen, ist die Klimakrise nun auch in der Lebensrealität der Leistungsträger angekommen.
Die Tagespresse hat aktuelle Satellitenbilder von zahlreichen Golfplätzen in den ÖVP-Kerngebieten von Salzburg bis Niederösterreich ausgewertet. Die Ergebnisse dürften jedem Türkisen den Angstschweiß unter das Lacoste-Polo treiben: Die monatelange Dürre ließ auch Golfplätze ausgerechnet dort vertrocknen, wo die Partei ihre Hochburgen hat.
Die analysierten Satellitenbilder stammen aus dem Zeitraum 10. bis 12. August 2026 und wurden über den Satellitenbild-Dienst SkyFi bezogen. Sie zeigen ein überraschend durchwachsenes und von Gras unbewachsenes Bild.
Die grünen Plätze
Die gute Nachricht zuerst: Manche Golfclubs stechen trotz der anhaltenden Trockenheit noch wie saftig grüne Oasen aus der braunen Landschaft hervor. Hier ist die Welt noch in Ordnung, hier lässt man noch eher die Ernte auf den Feldern vertrocknen, bevor der Golfrasen dran glauben muss. Immerhin zählt Golf zur kritischen Infrastruktur: Können sich am Green die ÖVP-Granden nicht vernetzen, mauscheln und Politik machen, würde das System in Niederösterreich sofort zusammenbrechen.
Golfplatz Fontana, Niederösterreich

Eigentümer Sigi Wolf kann kühlen Kopf bewahren: Trotz Jahrhundertdürre wird die komplett künstlich angelegte Landschaft seines Platzes ausgiebig bewässert, es sprudelt am Platz genauso wie auf Wolfs Konto, das durch rechtswidrig erlassene Steuerschulden wächst und wächst wie der Rasen rund um Loch 7.


