Ersatz für russisches Gas: Schramböck will noch mehr heiße Luft produzieren


Margarete Schramböck
BKA/Florian Schrötter

Putins Kriegsmaschinerie finanziert sich durch Gas-Verkäufe nach Europa. Doch wie kann der Ausstieg aus russischem Gas gelingen? Ein neuer Vorschlag von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck sorgt jetzt für Aufsehen. Sie kann sich vorstellen, noch mehr heiße Luft zu produzieren als bisher. Experten sind optimistisch.

GÄNSERNDORF – Margarete Schramböck steht mit mehreren OMV-Vorständen neben einer Pipeline. „Momenterl, gleich haben wir’s“, sagt Techniker Gerald Eichberger, dann schließt er das Rohr an den Kopf der Ministerin an, ein erster Pilotversuch beginnt.

„Meine Damen und Herren, die Handysignatur funktioniert so gut, dass wir sie jetzt abschaffen und durch ID Austria ersetzen, bitte machen Sie telefonisch einen Amtstermin aus“, murmelt Schramböck langsam vor sich hin, die Messanzeigen schlagen sofort aus. Die heiße Luft fließt. Die OMV-Vorstände reiben sich die Hände.

Große Pläne 

168 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas wurden alleine 2021 nach Österreich geliefert. „Klar, dass für einen Umstieg eine Erweiterung der Kapazitäten nötig ist“, erklärt Schramböck.

„Ich denke hier an ein Kaufhaus Österreich, wo man sich mit ID Austria und einer Genehmigung durch die MA 35 einloggen und mit SWIFT-freiem Erlagschein zahlen kann, allerdings nur mit dem Euro Österreich, das ist unsere neue Kryptowährung, die wir gerade entwickeln. Das Gas kann dann jeden Tag selbstständig im Ministerium beantragt werden, Meldezettel, Leumundszeugnis und Kaminbefund nicht vergessen. Das sollte uns locker durch den nächsten Winter bringen.“

Der Techniker unterbricht den Versuch: „Stopp, Stopp, die is ein Wahnsinn, der Reaktor überhitzt gleich, bitte kurze Redepause!“

In Österreich will man nun auch weitere experimentelle Fördermethoden nutzen. „Wir denken hier auch an das sogenannte Fracking“, erklärt OMV-Manager Georg Trautmann. „Also wir gehen im Frack zum Opernball, setzen uns zu Harald Mahrer in die Loge und mit dem ganzen fettigen Schleim, der da entsteht, produzieren wir feinstes Rohöl.“

Nachhaltiger Energiemix

Auch die Energie, die Wolfgang Sobotka bei seinen täglichen Wutanfällen produziert, soll zum nachhaltigen Engergiemix beitragen. „Wir sitzen hier auf einer Goldader“, lächelt Forscherin XY und zeigt auf seine kochende Halsschlagader, während Sobotka hinter ihr verkabelt in einem weißen Raum Akten des U-Ausschusses vorgelesen bekommt, durch den Raum wütet und damit alle Haushalte in Waidhofen an der Ybbs mit sauberem Strom versorgt.

„Natürlich geht es in diesem Krieg in Wahrheit um Rohstoffe“, sagt auch Russland-Experte Gerhard Mangott im der ZiB 2. „Die Russen wollen mehr Gas verkaufen, die ÖVP sucht nach einem Grund, mehr Inserate in der Krone zu schalten.“ Ein Friedensvertrag sei erst möglich, wenn Putin zur Vernunft kommt auf die Forderungen der ÖVP-Landeshauptleute eingeht. 

Kritik

Doch der grünen Klimaschutzministerin Leonore Gewessler gehen die Pläne nicht weit genug. „Nachhaltigkeit sieht anders aus! Das ist immer noch fossile Energiegewinnung, Schramböck und Sobotka sind Polit-Dinosaurier.“

Gewessler arbeitet an einer zweiten Erhöhung der Pendlerpauschale, damit österreichische Pendler gleich direkt nach Saudi Arabien zum billigen Tanken fahren können. Reicht das nicht, sei sie bereit, noch einmal im Privatjet nach Katar zu fliegen.

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Heureka, das ist DIE Lösung: heiße Luft von Margarete Schramböck, nicht nur für den schwarzen Kontinent (Tirol) sondern für das ganze österreichische Universum. Da können wir sogar noch was in angrenzende Länder wie Afrika, Europa oder Asien exportieren.

*aapportieren

AfrikaREICH

Zum allerletzten Mal, liebe Tagespresse, superlative kann man nicht mehr steigern ! Die Heissluftproduktion von Frau Schramböck liegt – wie der Regierungsdurchschnitt – schon auf absoluten Maximum !

Die heißeste Luft im Land Europa kommt nur von Schramböck!
Und Klaudia Tanner eifert ihr ziemlich nach!

Wenn die heißen Typen Knasti, Gernull und Zumpferl-Tommi angeschlossen würden, dann hätten wir ein echtes Kraftwerk.

Und wenn dann noch Frau Tanner dazukommt…!! Könnte Ö eines der größten Exportländer werden!!!

Vorsicht da marschieren dann die Amis bei uns ein um unsere heisse Luft zu befreien …

Wenn der Strom vom Sobotka kommt, kann er nicht sauber sein.

Atomenergie gilt auch als saubere Wasserenergie.
So wird es mit den atomaren Explosionen in seinem Kopf auch sein, nur, wo bringt man die Turbine hierzu bei ihm an, um so wirkungsgradstark wie möglich Energie zu erzeugen… Vielleicht eine Etage tiefer bei seinem Auspuff?
Oder lieber nicht, sonst werden wir wegen unseres Perpetuum Mobiles überfallen.

Kleiner Denkfehler: Da Sobotka ist ja der Filter … also der Strom passt schon, der Filter ist allerdings schon längst austauschbedürftig.

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