„Elli, bitte bleib!“: 28 intellektuelle Rinder schreiben offenen Brief


Kuh mit Hornbrille
Wikimedia - Harald Bischoff / PGP-Paul-Gruber-Photography (M)

Es sind bewegende Worte, mit denen sich 28 intellektuelle Rinder an die Öffentlichkeit wenden. Sie befürchten ohne Elisabeth Köstinger eine Eskalation in den heimischen Ställen und fordern die heute zurückgetretene Landwirtschaftsministerin auf, doch noch zu bleiben. 

ÖSTERREICH – Elisabeth Köstinger ist Geschichte. Sie pferchte Millionen Schweine und Rinder auf engstem Raum zusammen, sie schredderte täglich zum Einschlafen tausende Küken. Lief ein Hase auf die Straße, gab sie absichtlich noch Gas. Trotzdem ergreifen heute 28 intellektuelle Zuchtrinder das Wort für sie. Ihre Sorge: Köstinger könnte durch den Rücktritt weiter provoziert werden, sich politisch in die Enge getrieben fühlen und noch viel mehr Schaden anrichten.

Biologische Waffen

„Es ist wirklich nicht so schlimm, unter dem AMA-Gütesiegel zu leben“, erklärt auch Milchkuh Herta aus dem Alpbachtal und kratzt ihren vereiterten, blutigen Euter. „Wenn man sich kampflos ergibt, bekommt man gratis Fressen und Logie, und wenn man einige Jahre brav ist, wird man sogar mit einem Meet&Greet mit Ronald McDonald belohnt.“

Sollte Köstinger jetzt in ihren letzten Stunden provoziert werden, könnte dies eine Eskalation bedeuten: „Sie ist zu allem fähig und schreckt auch vor gefährlichen Vollspaltböden und gezielter Antibiotika-Durchseuchung nicht zurück“, warnen die Rinder. „Sie verfügt außerdem über biologische Waffen der Gattung Glyphosat.“ Westliche Geheimdienste warnen, dass vor dem Landwirtschaftsministerium bereits Akten- und Kükenschredder in Stellung gebracht werden.

Aggressive Osterweiterung

Einen Sündenbock haben die Rinder auch identifiziert: die Stadt Wien. „Durch die aggressive Osterweiterung der Stadt, Stichwort Speckgürtel, werden immer mehr schwarze Gemeinden in die Einflusssphäre des neonazistischen Gutmenschen-Molochs gesaugt und die Säulen unserer österreichischen Kultur – Frittieröl, Alkoholismus und lebensgefährliche Skiunfälle – angegriffen. Und plötzlich liegt dann auch noch ein Sojaschnitzerl am Teller.“

Neben dem Brief starteten die Rinder auch eine Online Petition gegen den Rücktritt Köstingers. Rund 50.000 kastrierte Ferkel haben diese bereits unterzeichnet. „Leider können unsere Mitstreiter, Millionen geschredderter Küken, nicht mehr unterschreiben“, ärgert sich Initiator und Ja!-Natürlich-Werbegesicht Frederik Ferkel mit extrem hoher Stimme. 

Österreich schockiert

Der Rücktritt von Köstinger löst in der Alpenrepublik derzeit Trauer, Entsetzen und Chaos aus. „Ich habe meinen Lebensmenschen verloren“, weint der Tiroler Franz Hörl bitterlich, immer wieder tropft eine Träne zischend auf seinen heißen Speckknödel. „Bei uns in Sölden fallen gerade die Gondeln vom Himmel.“ Auch die Bundesgärten zeigen sich betroffen und wollen aus Respekt bis Jahresende geschlossen bleiben.  

Lediglich aus der Stadt Wien gibt es positive Signale, hier feiert man den Rücktritt von Köstinger, Stadtrat Peter Hacker spricht sogar von einem „Tag der Befreiung“. Die Ex-Ministerin versucht sich nun anscheinend in der Privatwirtschaft, wie Köstinger verrät: „Ich werde ab Juni ‚Global Strategist‘ in der Gartenabteilung im Lagerhaus Gänserndorf.“ 

Obwohl vieles dagegen spricht, schließen die Rinder ihren offenen Brief mit Optimismus: „Elli, es ist noch nicht vorbei!“

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Ein schöner Tag beginnt mit einem türkisen Rücktritt.

Und endet schlecht mit einer türkisen Nachfolge…

Oder einem zweiten türkisen Rücktritt

Die Familie der indokrinierten Prätorianer, Stiefellecker und Kurz-Ministranten zerbröselt aber sauber…

Mir gefällt indokriniert als Workstation sehr gut (und für die Türkise fehlen einem manchmal die Worte). Ist so eine Mischung aus indoktriniert und endkrin, wie Drüsen, deren Aufgabe es ist, Substanzen (Geld, Anzeigen, Doktrin, Sponsoren, Spins, Macht, passende Justiz, Aufsichtsräte, …) zu erzeugen, die in den Organismus „Türkise ÖVP“ fließen sollen.
Sorry, bin kurz ins Philosophieren geraten…

Wortkreation, nicht Workstation

Arschkriecher hast bei der Aufzählung vergessen, soviel Zeit muss sein!

Supersauber, Vorbildhaft … !

Und wann wird endlich Sobotka (parteiintern wegen seiner ruinösen Wirkung liebevoll „Sabotka“ genannt) zurückgetreten?

Der implodiert demnächst vor lauter Zorn und Ärger!

Bearbeitet von Gatonero

Der ist wie Trump, den wird man aus dem Parlament raustragen müssen

Ich dacht es war Saubartlka ?

Hoffentlich übernehmen jetzt nicht die Schweine die Macht. Wohin das führen kann, veranschaulicht uns Orwells Animal Farm

Die Schweine sind schon an der Macht

das originellste Schwänzchen weist eine Sau namens Sobotnica auf.

Alle Tiere sind gleich (c Animal Farm)

Nur die Schweine sind gleicher (c Animal Farm)

Eins davon ist grade durch den eigenen Spaltboden gefallen … oder sinds zwei ?

Aufgelegt

Aber eiskalt versenkt.

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