Ein Herz für Tiere: Heidi Horten will 17 Millionen Nerze aus Dänemark aufnehmen


Heidi Horten mit Pelzmantel
Karl Schöndorfer / picturedesk.com

Wegen einer Mutation von Covid-19 will Dänemark 17 Millionen Nerze töten. Können die Tiere jetzt doch noch gerettet werden? Eine österreichische Wohltäterin will eingreifen. Die Menschen- wie Tierfreundin lässt es sich nicht nehmen, für die Nerze in die Bresche zu springen.

WÖRTHERSEE – „Ich kann das Leid in Dänemark einfach nicht länger mitansehen!“, sagt Horten im Interview, während sie durch ihre eigene Nerzfarm im Wienerwald spaziert. „Wenn sowas passiert, dann will der Mensch helfen, dass liegt nun mal in seiner Natur. Ich helfe, wo ich kann.“

Horten streichelt einen Nerz, winkt dem Jäger und flüstert: „Den da! Und bitte dalli, dalli, ich hab morgen einen wichtigen Termin bei meinem Sebastian und will ihm ein Stecktuch schenken.“

Platz für alle

Doch wo will Horten die 17 Millionen Nerze unterbringen? „Also da hier kann ich sicher schon einmal drei oder vier lagern“, lächelt sie und zeigt auf ihren Nacken. „Diese Tiere haben ein würdiges Leben nach dem Tod verdient. Bei mir wird ihnen kein Luxus fehlen, ich wisch mir regelmäßig den Kaviarmund am Pelzmantel ab.“

Viel Erfahrung in der Nerzhaltung

Die Sorgen einiger Tierschutzorganisationen, ob Horten denn überhaupt eine Ahnung von der tiergerechten Haltung eines Nerzes habe, kontert Horten: „Ich bin von klein auf mit Nerzen aufgewachsen. Ich hatte Nerzwindeln, eine Schultasche aus Nerz, ja ich glaube sogar mein erstes Tampon war aus Nerz, ah nein, das war Panda. Und im Kasten hab ich noch ein paar wunderschöne Nerzmäntel aus den 30er Jahren, die sind arisiert, äh, ich meine, a rasiert, das Fell ist kürzer.“

Inspiration für andere

Mittlerweile haben sich bereits weitere Prominente Hortens Initiative angeschlossen, um den Tieren Unterschlupf zu bieten. Wie schon montags in Wien, öffnen wildfremde Menschen ihr Heim, um Schutzsuchenden Unterschlupf zu bieten. Auch der Tiroler Swarovski-Clan meldet sich zu Wort. „Wir haben so viele freie Büros, dort können sie vorerst leben, bis wir ihre Asche zu Diamanten und Kristallen pressen lassen. Außerdem plant mein zu schöner Schwiegersohn eine sehr, sehr lange Fernreise, da lassen wir gerade mehrere Perücken anfertigen.“

Lassen Sie sich täglich über neue Artikel informieren.


15 Kommentare, 2.7k Shares
15 Kommentare
top
neuste älteste
Inline Feedbacks
View all comments

Auch Philippa wäre vermutlich gegen einen mehrstelligen Betrag bereit, einige ehrenamtlich zu übernehmen.

Wohin soll denn die lange Fernreise vom zu schönen Schwiegersohn gehen? Garsten? Stein? Karlau?

rein so als…grünlicher: die käfighaltung der tiere spottet jeglichem tierschutz. die auflassung der farmen aufgrund des ablaufs der übergangsfist zum totalverbot war für ende nächsten jahres geplant. die tiere waren nie rettbar und leiden unter den brutalen haltungsbedingungen sowieso. dass jetzt einige um ihre pelze kommen bzw auf asiatischen hund oder katze aus käfighaltung umsteigen werden, ist ebenso vorprogrammiert – so läuft unsere wirtschaft und elitenhaltung. siehe auch lebendtiertransporte von jungrindern…

Bearbeitet von brillenglaeserscheibenwischer

Traurig, beschämend!

Genial: „die sind arisiert, äh, ich meine, a rasiert“

Choose A Format
Personality quiz
Series of questions that intends to reveal something about the personality
Trivia quiz
Series of questions with right and wrong answers that intends to check knowledge
Poll
Voting to make decisions or determine opinions
Story
Formatted Text with Embeds and Visuals
List
The Classic Internet Listicles
Countdown
The Classic Internet Countdowns
Open List
Submit your own item and vote up for the best submission
Ranked List
Upvote or downvote to decide the best list item
Meme
Upload your own images to make custom memes
Video
Youtube, Vimeo or Vine Embeds
Audio
Soundcloud or Mixcloud Embeds
Image
Photo or GIF
Gif
GIF format