Diskriminierungsverbot: „Der Mann“ muss künftig „Der/Die Mensch*In_nen“ heißen


Pixabay / Montage

Zu einem aufsehenerregenden Urteil gelangte heute das Wiener Verwaltungsgericht. Die Bäckereikette „Der Mann“ hat sich unwiderruflich den Anti-Diskriminierungsrichtlinien der EU zu beugen und muss fortan unter dem Namen „Der/Die Mensch*In_nen“  firmieren.

„Das Unternehmen leiste mit seiner offensiv-patriarchalischen Namensgebung  und der glorifizierenden Präsentation phallusartigen Gebäcks, wie Kornspitz, Baguettes und Salzstangerln in beleuchteten Glasvitrinen, einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Sexualisierung des öffentlichen Raumes“, heißt es in der Urteilsbegründung.

Verheerende Zustände

Doch das scheint nur die Spitze des Eisberges zu sein:  „Im heimischen Bäckergewerbe liegt leider noch viel mehr im Argen“, kritisiert die Wiener Backwaren-Gleichstellungsbeauftragte Wasa Pumpernickel von den Grünen.

Bei ihren Kontrollen musste die Expertin schockiert feststellen, dass in allen Bäckereifilialen eine strikte Trennung von Schwarz- und Weißbrot vollzogen wird. Diese Brot-Apartheit geht oftmals noch einher mit fragwürdigen Produktbezeichnungen. Zum Beispiel wird mit dem Verkaufsschlager „Kaisersemmel“ in geradezu anachronistischer Weise ein absolutistisches Herrschaftsmodell verharmlost.

„Ein fatales Zeichen! Deshalb sprechen wir uns hier klar für eine Umbenennung in ‚Demokratiebrötchen‘ aus“, so Pumpernickel. Zudem soll die Praxis der Brotrassentrennung schnellstmöglich bei hohen Strafen verboten werden.

Widerstand

Die geplanten Maßnahmen ernten jedoch nicht überall Zustimmung. „Diesen wirren Forderungen können wir rein gar nichts abgewinnen!“, poltert etwa Dr. Marc Franzus von der Nationalen Sonderkommission gegen die Degeneration abendländischer Brotkultur (NSDAB).

Die Initiative befürchtet eine zunehmende Vermengung des völkischen Glutenmaterials zu einer minderwertigen, hellbraunen Mischbrotrasse. „Das Endergebnis wäre ein zutiefst kulturfremdes Einheitsbackwerk. Nicht resch genug für ein morgendliches Marmeladesemmerl und zu mürbe für das gesunde Speckbrot am Abend“, malt Franzus eine düsteres Zukunftsbild an die Wand.


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Warum eigentlich Plural?

Erstens muss insofern auch sofort bei den PflanzInnen durchgegriffen werden. Heute pflückte ich Cornelkirschen in einer FKK-Zone auf der Donauinsel, kam ein Mann und entblätterte sich neben mir („Mir is so haß“), gerade als ich erklärte „Das ist ein gelber Hartriegel“. (Anmerkung: Cornelkirschen sind Früchte desselbigen.) Der Mann schaute an sich runter und meinte „Weder noch“.
Zweitens muss auch etwas mit dem Wort Österreich passieren. Ich meine – „-reich“? Wie ist das bitteschön zu verstehen? Und Deutschland? Was ist mit den anderen Sprachen? Schweiz? Was heißt das überhaupt?

Der/Die …? Was für eine diskriminierende Reihenfolge! Ich werde da einen Untersuchungsausschuss einrichten! Wie? Wos? Des derf I jetzt nimma? ‚Zefix!

Ein wichtiger erster Schritt wäre damit geschafft! Langfristig kann die Lösung aber nur eine Abkehr vom Gender-binären Unterdrückungssystem sein mit dem das Patriarchat unsere nicht-binären Mitmenschen marginalisiert und ausgrenzt.
EGMR get to work!Now1

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