Erneut herrscht Aufregung rund um den Sommerhit des Jahres. Die sexistischen Lyrics von „Layla“ dröhnten gestern Abend durch den Wiener Stephansdom. Diesmal waren allerdings keine Hacker für die ungewöhnliche Soundkulisse verantwortlich. Dompfarrer Toni Faber spielte seinen Lieblingssong freiwillig statt dem Vater Unser ab – tosender Applaus!
WIEN – 80-jährige Hofratswitwen knien andächtig zum Gebet nieder. Eine Touristengruppe fotografiert ehrfürchtig die Heiligenstatuen. Dompfarrer Toni Faber schleppt sich verkatert vom Bermudadreieck die Stiegen hoch. Es ist ein ganz normaler Mittwoch im Stephansdom. Plötzlich wird die sakrale Stille von einem scheppernden Bass zerrissen – aus den Boxen dröhnt „Layla, Layla, Layla.“ Die Betenden heben irritiert die Köpfe.


