Wirtschaft

„Die Presse“ premium: Jetzt auch Print-Ausgabe mit Paywall

Vorbei sind die Zeiten, in denen man „Die Presse“ kostenlos aus dem Zeitungsständer rausnehmen konnte. Seit heute befindet sich auch die Print-Ausgabe der Tageszeitung hinter einer Paywall. Damit zieht das Druckwerk der Website nach, wo manche Inhalte schon seit geraumer mehr nur mit Premium-Abo verfügbar sind.

Drei schwere Vorhängeschlösser hindern Leser daran, die Zeitung ohne Bezahlung zu lesen. Erst, wenn man ein doppelseitiges Anmelde-Formular ausfüllt und per Post an die Redaktion schickt, bekommt man am innerhalb von fünf Werktagen die Schlüssel zugeschickt und kann durch die Ausgabe schmökern.

Kleine Teaser vor jedem Artikel sollen Leser zum Abo-Abschluss verlocken: „Das ist drin: 3 Minuten, 762 Wörter, 7 Rechtschreibfehler, 2 merkwürdige Satzstellungen.“

„Qualitäts-Journalismus kostet eben“, erklärt Herausgeber Rainer Nowak, dem die Gratis-Mentalität ein Dorn im Auge ist. „APA-Meldungen sind wirklich nicht billig.“

Konkurrenz wartet ab

Andere Medienhäuser wie Der Standard, Krone und Kurier wollen ihre Zeitungen weiterhin gratis in Zeitungsständern anbieten.

Bei der „Österreich“ geht man sogar in die umgekehrte Richtung, wie Chefredakteur Wolfgang Fellner auf Anfrage bestätigt: „Jeder, der sich unsere ‚Zeitung’ reinzieht, bekommt künftig 100 Euro im Monat.“

4 Kommentare

4 Comments

  1. cmh

    27.07.2017 um 09:24

    Lustigerweise ist das kein Witz!

  2. Peter Hofmüller

    26.07.2017 um 15:43

    Ach ja, die „Wälle“……

  3. Popolos

    26.07.2017 um 14:41

    Wie tief muss man sinken, um eine Zeitung wie Österreich gegen Bezahlung zu lesen?

  4. Sebästschian K.

    26.07.2017 um 14:26

    Die zwei merkwürdigen Satzstallungen sind wohl eher auf diesen Artikel bezogen…

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