Corona: Rumänien lässt ÖFB-Spieler nur mit negativem Test über Strafraumgrenze


Alaba macht am Spielfeld PCR-Test
JFK / EXPA / picturedesk.com (M)

Das ÖFB-Team muss vor dem heutigen Nations-League-Spiel in Ploiesti einen herben Rückschlag verkraften: Rumänien erhöht die Reisewarnung für Österreich erneut. Alle ÖFB-Spieler müssen beim Überqueren der Strafraumgrenze einen Corona-Test absolvieren.

PLOIESTI – Er ist der Mann, an dem heute kein ÖFB-Stürmer vorbeikommt: der rumänische Teamarzt Tristan Garas. „Hereinspaziert“, sagt er und öffnet sein mobiles Testzelt, das an der Strafraumgrenze steht. „Wir wollen vor dem Tor gefährliche Cluster verhindern und können nur negativ getestete Österreicher reinlassen.“ Kritik des ÖFB, dass die Gegner während des Tests bis zu 24 Stunden Zeit haben, um ihre Verteidiger neu zu positionieren, weist der rumänische Verband zurück.

Aufgrund der rumänischen Reisewarnung für Österreich gelten außerdem die gesamten 90 Spielminuten verschärfte Vorschriften. „Jeder Österreicher bekommt einen fixen Platz zugewiesen, den er nicht verlassen darf. Sorry, aber Sicherheit geht vor“, lächelt der rumänische Trainer Mirel Radoi und zieht mit einem Spray einen Kreis im linken Corner-Eck, wo ÖFB-Tormann Pavao Pervan seinen Platz zugewiesen bekommt. 

Radoi ist vorsichtig, doch Angst hat er keine. „Wir haben hier schon Schlimmeres überstanden als Corona, schauen Sie“, seufzt er und zeigt uns Bilder von blutenden Männern. „Die berühmte Pogatetz-Blutgrätsche 2008, das war unser 9/11, mögen ihre Seelen in Frieden ruhen.“

Doch nicht alle Erinnerungen an Österreich sind schlecht: „1987 hat Andi Ogris mal hier bei uns gespielt und im Alleingang das Wirtshaussterben in Bukarest beendet. Danke!“

Impfstoff

Die Corona-Pandemie bringt auch weiterhin die Aufstellung des österreichischen Nationalteams durcheinander. Wieder nicht dabei ist auch heute Stürmer und Leibarzt Dr. Marko Arnautovic. „Ich arbeite hier in China gerade an einem Impfstoff“, erklärt er per Video und zeigt auf eine Ampulle seines frisch destillierten Arnautovic-Gins.

„Es gibt jetzt wichtigeres als Sport, Sex oder sexy Sportskandale. Ich muss möglichst viele Leben retten, die ich mir dann kaufen kann, damit ich mir dann wieder normale Leben kaufen kann, wenn alles normal ist.“

Verschwörung?

Superstar David Alaba indes wittert eine Verschwörung. „Also ich höre nur auf Gott, nicht auf irgendwelche Ärzte. Ich traue dem Ganzen nicht über den Weg. Corona? Die wollen uns nur Zwangsimpfen und meine 25 Millionen Euro teuren Gene manipulieren“, murmelt Alaba, während er sich wie vor jedem Spiel per Edding „M€in€ Kraft li€gt in J€sus“ auf ein weißes T-Shirt malt.

Während sich seine Kollegen Aufwärmen, bleibt Alaba noch in der Kabine, studiert diesmal nicht nur die Taktik, sondern auch seine neue Telegram-Gruppe. Dann presst er sich die Kopfhörer auf die Ohren, sucht auf Spotify nach „Der Wendler“ und läuft motiviert hinaus auf das Spielfeld.

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Es ist echt böse, dem Toni Polster zu unterstellen, er hätte sich nicht beim Kampf gegen das Wirtshaussterben engagiert.

Super!!!👌👌⚽️😊

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