„Cool, noch ein Kurz-Nachrichtendienst“: Elon Musk kauft Die Presse


Elon Musk, daneben eine Presse mit Kurz am Titelblatt

Er kann es nicht lassen! Nach der Übernahme von Twitter sicherte sich Elon Musk nun Die Presse. Der Milliardär freut sich nun über einen weiteren Kurz-Nachrichtendienst in seinem Portfolio.

WIEN – Chefredakteur Rainer Nowak begrüßt den neuen Eigentümer begeistert hechelnd im Foyer. Nowak springt auf und ab und versucht immer wieder, das Bein von Musk zu rammeln. „Sorry, das bin ich so gewohnt, wenn egomanische Führertypen bei mir auftauchen“, sagt Nowak. Musk lässt es geschehen. „No worries, I love Doges.“

New Sheriff in Town

„Kannst du mir bitte beim ORF helfen?“, lechzt Nowak unterwürfig und legt sich selbst eine Leine an. Mit breitem Lächeln, Nowak am Bein und einem Waschbecken in den Händen geht Musk durch das Redaktionsgebäude. „Ah, cool, wäschst du auch Geld? Das haben meine früheren Chefs auch gemacht“, lächelt Nowak und denkt wehmütig an seine Zeit in der türkisen Familie zurück.

Zufrieden setzt sich Musk in den Chefredakteurs-Massagesessel, überkreuzt seine Beine auf Nowaks Rücken und blättert durch alte Presse-Ausgaben. „Wow, ihr habt Meinungsfreiheit verstanden, find ich super, dass ma bei euch einfach ohne Konsequenzen den absurdesten reaktionären Bullshit schreiben kann“, freut sich Musk.

Fasziniert liest er Nowaks neuen Leitartikel. „Sich mit ein, zwei Absätzen so halbgar für ‚dumme Formulierungen‘ entschuldigen und trotzdem Chefredakteur bleiben? Nicht schlecht, Herr Specht.“

Umstrukturierung 

Musk präsentiert Nowak sein neues Geschäftsmodell für Die Presse: „Folgendes, jede Formulierung deiner Journalisten, die du aus der Ausgabe rausstreichst, kostet dich künftig 8 Dollar. Alrighty?“ Nowak beginnt zu schwitzen, ohne Bankkredit wird das nicht zu schaffen sein. 

Bereits am ersten Tag entlässt Musk die halbe Belegschaft, Nowak selbst darf überraschenderweise bleiben. „Er hat viele Qualitäten“, schwärmt der Milliardär. „Rainer wird entweder meine Türmatte oder mein Stiefellecker.“

Der „sexiest Rainer alive“ (Magazin Rainer Aktuell, März 2003) fragt nach, ob er nicht doch noch einen Job in der ORF-Chefetage haben könne. Musk überlegt: „Wenn du dir die Haare grün färbst, könnt ich dich als Oleander ins Büro Weißmann bringen.“

Plötzlich läutet das Telefon. „Herr Musk, hams schon die Presse kauft? Jo? Jo?“, erkundigt sich eine kindlich-unschuldige Stimme. „Ich würde bitte gerne für die Wochenendausgabe eine Headline bestellen, das übliche Paket. ‚U-Ausschuss Auftritt von Schmid entlastet Kurz komplett‘ aber mit extra Käse und ein Coke Zero dazu, ja?“ Musk starrt irritiert vor sich hin. „Wer oder was ist das? Habt ihr hier auch überall Bots?“

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16 Kommentare
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Er muss sich halt wieder einmal als Gründer erweisen. Bekanntlich war Musk erwiesenermaßen 1848 maßgeblich daran beteiligt, das Medienwesen zu revolutionieren, indem er „die Presse“ ins Leben rief. Es ist wohl recht und vor allem billig, wenn er sich zurückholt, was eigentlich schon immer ihm gehört hat. So wie z.B. Tesla, in das er sich mit 30 mio $ eingekauft hat, um sich später als Gründer auszugeben. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er sich auch als eigentlicher Gründer von Twitter ausgibt. (Das war schon bei PayPal und anderen Unternehmen so) Und endlich durch die Rückeroberung von Twitter… Mehr »

Endlich eine postive Nebenwirkung: Kurz ist nun immun gegen Korruption und will Finanzminister werden.
Als Beweis zeigt er lächelnd seinen Kurzpass (Erfüllt die 1Milarde G-Regel)

„Cool, noch ein legaler Suchtmittelproduzent“: Elon Musk kauft Pfizer

Hat er ja bekanntlich auch gegründet.
Ich frag mich eh schon lang, warum er nicht schon lange in diese Branche expandiert (also mit Übernahmen „gegründet“) hat. Da könnt er sicher einige Dutzend mehr Miliarden mehr rausschlagen.
Nicht so untüchtig Milliarden in Impfkampagnen für die Entwicklungsländer vergeuden wie ein gewisser tatsächlicher Gründer eines weltweit noch immer haushoch dominierenden IT Imperiums. Sondern rausholen, was und wo es immer geht. Und wenn nötig, auch mit leeren Versprechungen. Oder einfach halt Lügen.
Wer das Geld hat, hat die Wahrheit. (Oder wie lautete der Spruch?)

man denkt sich „och ganz lustig“… und dann kommt der letzte Absatz
hahaha

Was ist mit Exxpress und Kurier. Hat er diese Kurz-Nachrichtendienste auch gekauft?

Bearbeitet von martinladstaetter

Der Corriere de la Lindengasse war bei La Corona dabei. Den hat sich ein Kakao-Investor gekrallt, schnell noch vorher der Oligarchennichte vor der Nase weggeschnappt.
Nein, es war nicht der Suppen- und Trinkschokolade-Hersteller Bensdorp-Bouillon, auch nicht der Dr.Wander von der Ovomaltine.
Ha, jetzt weiß ichs: der Benco wars!

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