„Ciao ihr Trottel“: Kurz verlässt Österreich mit Arche


Sebastian Kurz auf Schiff
Depositphotos (M)

Ist der Kanzler im Kampf gegen die Pandemie untergetaucht? Im Gegenteil: Sebastian Kurz will endlich wieder Oberwasser bekommen. Er baut sich derzeit eine Arche, um das untergehende Österreich endlich sicher verlassen zu können.

WALDVIERTEL – An einem Karpfenteich bei Zwettl herrscht derzeit Hochbetrieb. „Ich bin von Gott vor einer dritten Welle gewarnt worden, da muss man natürlich handeln, immerhin stehen der Papa und ich uns sehr nahe“, lächelt Kurz und nippt an seinem WKO-Dom-Pérignon, während er barfuß über den Mahagoniboden des Oberdecks spaziert. 

Amüsiert schaut er in die Ferne, wo er die Umrisse des Sündenpfuhls Wien ausmacht. „Soddom und Gomorrha“, schüttelt Kurz mit dem Kopf. Wien, wo Gesundheitsminister Anschober und die Statthalter Ludwig, Doskozil und Mikl-Leitner verzweifelt versuchen, die Sintflut aufzuhalten, sei längst dem Untergang geweiht. „Vergib Ihnen, Vater, denn sie wissen nicht, was sie tun. Ich zwar auch nicht, aber ich bin ja auch nur einfacher, ungelernter Kanzler und kein allmächtiger allwissender Landesfürst.“

Befehl von ganz oben

Während außen am Schiff Werbetafeln großzügiger Spender angenagelt werden, streift Kurz über das leere Deck, das schon fast fertig gebaut ist. „Ich bekomme in diesen Tagen viele SMS, zum Beispiel auch von Gott. Er hat gesagt, er sorgt sich um die Erde, und ich soll zwei von jeder lebenswerten Art mitnehmen. Aber leider find ich keinen Zwillingsbruder von mir.“ Der Kanzler stellt sich einfach einen Spiegel vor die Kajüte. „Problem gelöst.“

Gelenkt wird die Arche von Kapitänin (FH) Christine Aschbacher, die erst vor wenigen Tagen ihre Ausbildung mit einer Arbeit über Seepocken als unterschätzte Gefahr in der Schifffahrt an der University of Copa Cagrana abgeschlossen hat. „Willkommen auf dem Flug von Zwettl nach ein anderer Ort“, begrüßt sie alle Passagiere souverän. René Benko, Martin Ho und Heidi Horten klatschen höflich.

Sicherheitsvorkehrungen

Kurz hofft auf einen sicheren Anlaufhafen im Mittelmeer, „aber hoffentlich nicht Frontex, das wäre nicht so gut, haha“, lacht er und schluckt. Doch was, wenn das Schiff der Brandung nicht standhält? Kurz bittet uns weiter ins Unterdeck. „Darf ich vorstellen: Safety Austria.“ Er zeigt auf 500 rumänische Matrosen, die gerade aus ihren eigenen Haaren, die ihnen vor Stress ausfallen, Schwimmwesten nähen, während sie Tino Wieser mit dutzenden alttestamentarischen Peitschenhieben motiviert.

Navigationsgerät

„Ich selbst bin natürlich wie immer nur Passagier“, erklärt der Kanzler und präsentiert uns das wichtigste Mitglied der Crew – Navigator Gernot „TomTom“ Blümel. „Ohne Seife Nie Waschen“, murmelt Blümel konzentriert vor sich hin und stellt einen Micky-Maus-Kompass auf Osten – Süden – Norden – Westen ein. „Sehr gut du machen die Richtung finden, brumm, brumm“, lobt Aschbacher, während die Arche bei einem Auslaufen im Karpfenteich in Richtung Schwarzes Meer mit einem Stein kollidiert.

Wie lange Kurz auf der Arche bleiben will? „So lange bis Corona vorbei ist, gerne auch ein paar Hundert Wellen, bei gutem Seegang. Ich drehe mich da wie ein Fähnchen im Wind“, sagt der Kanzler.

In einer kleinen durchsichtigen Sushibox vom Dots trägt er eine weiße Taube bei sich. „Die werde ich dann im Sommer regelmäßig ausfliegen lassen, und sobald sie mit einem freien Intensivbett im Schnabel zurückkehrt, werde auch ich wieder Fuß auf das Land setzen und meine neuen Umfragewerte verkünden.“

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Wenn er nur weg wäre!

Österreich wäre dann unendlich sauberer.

Ach wo! Laut Armin Thurnher ist Kurz der „sauberste Kanzler, den Österreich je hatte: keiner putzt sich so oft an anderen ab.“

hahaha

Bearbeitet von Schwanzschnaterrich

Thurner hat völlig recht.

Völlig richtig. Nur fürchte ich, das, was da nachkäme, wäre auch nicht besser.

Da haben Sie vemutlich recht:-(

Wurscht, die Hoffnung stirbt zuletzt – nach Karl Valentin: Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es jetzt schon ist.

„WKO-Dom-Pérignon“ – wunderbar! Freut mich, dass die Stimmung passt auf der MS Novomatic.

Bearbeitet von Pruegeltortensouffle

So sieht also das neue Geilomobil aus!

Das ist so gut da fällt mir nix mehr ein was ich dazu kommentieren könnte!

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