„Brauchen in Wien kein Little Vöcklabruck“: Pizzeria wirft Susanne Raab raus


Susanne Raab vor der Pizzeria
Andy Wenzel/BKA (M)

So nicht! Die ÖVP-Exklusionsministerin Susanne Raab wurde gestern mitten in Wien aus einem italienischen Lokal verwiesen. Grund: Der Restaurantbesitzer toleriert in seinen Räumlichkeiten keine fremden Kulturen, die mit Wiener Werten unvereinbar sind.

WIEN – „Das hat mit unserem Wien nix mehr zu tun“, raunt Silvio Calvino, Koch der Pizzeria Little Italy im ersten Bezirk seinem Kellner zu und zeigt auf Ministerin Raab, die im Dirndl am Tisch sitzt, ein Krügerl Aperol Spritz bestellt und gerade den gesamten Rand ihrer Pizza Tonno wegschneidet.

„Einmal noch ein Ketchup bitte“, schreit Raab durch die Pizzeria. „Und bringens mir noch ein Freistädter Bier, das Birra Venezia kannst ja nicht saufen, haha.“ Zähneknirschend erfüllt der Kellner den Wunsch. Raab schreit „Ex oder Oaschloch“, trinkt ihr Bier aus und leert die halbe Flasche Ketchup auf die Pizza.

„Den Rand könnens gleich mitnehmen, den mag ich nicht. Und gibt es vielleicht auch noch Maggi?” Koch Calvino explodiert und stürmt aus der Küche. „Signora, Sie sind hier nicht im gottverdammten Little Vöcklabruck, sondern in der Zivilisation, also essen sie ihre Pizza wie ein normaler Mensch!“

Raab verschluckt sich fast an einem Esslöffel Ketchup. „Wo bleibt die Toleranz? Seit ich vor 17 Jahren aus Vöcklabruck geflohen bin, um dem sicheren Tod durch Langeweile zu entkommen, ist mir sowas nicht passiert. Morgen früh sitzt du gschissana Katzelmacher im Flieger nach Triest oder Madrid oder Moria oder wo immer du herkummst. Und jetzt dreht‘s den Umberto Tozzi ab und spüts was vom Gabalier.“

Maß ist voll

Gegen 22 Uhr, kurz nachdem Raab begonnen hat, ihr Tiramisu in alle Schichten zu zerlegen und es mit Zwetschkenröster zu garnieren, reicht es Calvino endgültig. „Wir sind hier bitteschön im ersten Wiener Gemeindebezirk, nicht bei ihr daheim im Tankstellencafé.“ Ein zwei Meter großer Mann mit Sonnenbrille betritt das Lokal. Kurz darauf wirft „Herkules“, so der Spitzname des Lokal-Securities, die Politikerin in hohem Bogen raus.

Parallelgesellschaft

Integrationsexperte Kenan Güngör ist nicht überrascht. „Viele Zuwanderer aus ländlichen ÖVP-Regionen haben massive Probleme, sich an das multikulturelle Leben einer Metropole anzupassen. Sie bringen veraltete Frauenbilder mit, leugnen die Existenz von Radwegen und glauben an die Überlegenheit ihres Audi Q5, wenn sie zum Shoppen in die Kärntner Straße fahren. Obwohl es dort drei U-Bahnen gibt, oida!“

Diese Werte seien mit der Demokratie unvereinbar, warnt er. „Hier müssen wir als Gesellschaft sehr wachsam sein. ÖVP-Wähler bilden in Wien Parallelgesellschaften, zum Beispiel in Hietzing oder Döbling und radikalisieren sich religiös bei Dompfarrer Toni Faber.“

China Town

Für Susanne Raab ist der Abend aber noch nicht zu Ende. Auf der Suche nach einem Abendessen geht sie hungrig weiter durch den ersten Bezirk, bis sie schließlich am Schwedenplatz ankommt. Doch dort folgt bei „Happy Noodles“ der nächste Zwischenfall: „Nein! Weg! Sie nicht“, schreit eine chinesische Verkäuferin. „Ich erinnere mich an Sie! Sie wollten letzte Woche einen Crispy Surbraten, Sie Monster! Und dann haben Sie gefragt, ob man bei uns auch mit Schilling zahlen kann! Wir brauchen hier kein Vöcklatown!“

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Ob die Raab den Hintergrund für diesen Artikel versteht?

… Deutsch ist nicht deine Sprache, du Wunderschön KH oder? Ausschließlich „Ob die Raab den Hintergrund dieses Artikels versteht“, ist korrekt. Also bitte das Gehirn zwischen die Schultern Karlheinz und einen Deutschkurs besuchen. Bin ja deiner Meinung, Frau Raab hat nicht die mentalen Möglichkeiten, diesen Artikel umzusetzen.

never ever! Braucht sie auch gar nicht.
Als Exklusionsministerin befolgt sie nur die Vorgaben von Jesus.

Vortreffliche Analyse des Problems. ÖVP Landeier in Wien in ihren Parallelgesellschaften gefährden unser schönes Wien.

Dann ging sie hinüber in die Leopoldstadt und versuchte in einem Kosher-Restaurant ihr Glück. Aber es war ihr nicht hold, bestellte sie doch einen Schweinsbraten.

ein schwarzer Tag für die türkise Ministerin. Dafür wird sie morgen 3, ach was, gleich 20 syrische Familien in den Flieger nach Damaskus setzen.

In der Gegend um Vöcklabruck ist halt sehr oft Nebel, selbst dann, wenn die Sonne scheint.

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