Chronik

Besucher einig: Soundcheck schlechteste Band am Donauinselfest

Zurück in den Proberaum! Während Musikgrößen aus aller Welt auch dieses Jahr wieder das Publikum am Donauinselfest begeisterten, kam Soundcheck, eine bisher unbekannte Band, gar nicht gut an.

„Ein echter Reinfall“, meint Katrin R. aus Wien enttäuscht. Als Soundcheck angekündigt wurde, beschlossen viele andere Besucher bereits zu gehen. „Die wussten wohl, was auf sie zukommt. Aber ich dachte mir, denen geb ich eine Chance.“

Doch diese Entscheidung bereute sie schnell: „Sie kamen einfach grußlos auf die Bühne und schnappten sich die Instrumente. Sie würdigten das Publikum nicht einmal eines Blickes“, schildert R. weiter.

Neben ihrem Verhalten stieß auch die Musik der Gruppe beim Publikum auf wenig Gegenliebe. So meinte Markus T., ein anderer Besucher: „Die Songtexte waren wirklich nicht besonders einfallsreich. Immer nur ‚Eins Zwei Drei Test’ oder ‚Hallo! Hallo!’ Eine Frechheit.“

„Auch ihre Beats waren mir – gelinde gesagt – etwas zu progressiv. Ein paar mal haben sie auf die Trommeln gehauen, dann hat der Bassist ein paar Saiten gezupft, aber alles wirkte ziemlich unkoordiniert“, beschwert sich T. weiter. Zwar habe ihm der minimalistische Ansatz zugesagt, aber „das war dann auch mir zu viel.“

Nach nur zwanzig Minuten war die Stimmung im Publikum am Boden: „Keiner hat geklatscht. Da sind sie einfach kommentarlos von der Bühne runter. Sogar für eine Zugabe waren sie sich zu fein – zum Glück, in dem Fall.“ Dann kam gleich die nächste Band: „Die war wesentlich besser“, meint T.

Ob er nächstes Jahr wieder kommt, weiß er noch nicht: „Nur, wenn Soundcheck nicht mehr dabei ist. Die sind bei mir vollkommen durchgefallen.“

(Foto: SPÖ Wien. Der Artikel erschien ursprünglich am 23.06.2013)

27 Kommentare

27 Comments

  1. Bertl

    22.07.2014 um 13:00

    … beim letzten Mal haben’s immer über einen Engländer names Jack geschimpft:

    … jack die sau … jack die sau … won tu … jack die sau …

  2. chris66at

    01.07.2014 um 17:09

    also ich hab schon öfters erlebt, dass soundcheck viel besser war, als das was danach kam. ich glaub ja, dass das publikum einfach noch nicht reif genug ist für so ein geniales musik-konzept……so schaut’s aus

  3. capt vimes

    30.06.2014 um 15:20

    also jetzt seid ihr aber schon sehr ungerecht…

    ich war selber einmal am bass und vocals bei soundcheck und die burschen geben sich echte mühe…
    wir kamen aber leider wegen der vielen auftritte, die wir zu leisten hatten, einfach nicht zum üben oder einmal ins studio…
    wir hatten ja zwischen den ganzen engagements nicht mal zeit an unseren texten zu arbeiten – das wird der jetztigen besetzung sicher gleich ergehen…
    find ich unfair, wie da über meine ex-band hergezogen wird… :-(

  4. Belinda

    30.06.2014 um 14:18

    Obwohl ich eigentlich Grafikerin gelernt habe und seinerzeit das Testbild des ORF gestaltet habe, war ich lange Zeit Leadsängerin von Soundcheck. Heute heißt die Rampensau Nobody und der ist perfekt.

  5. John

    30.06.2014 um 00:16

    Die sollen mal ein Unplugged Konzert machen! Würde mich Wunder nehmen, ob sie da die gleichen Stücke spielen.

  6. Mike

    29.06.2014 um 12:47

    Ich hab die Band schon ca. 300 mal gesehn. Der Schlagzeuger ist super. Leider sind die Auftritte wirklich sehr kurz. Auch die Besetzung wechselt ständig. Es gibt auch keine CD`s oder Fanartikel. Jemand sollte mal das Management von Soundcheck übernehmen.

  7. Zabcosy

    28.06.2014 um 18:59

    Das eigentliche Problem ist doch, dass Soundcheck gefühlt schon seit der Erfindung des Mikrofons besteht. Die haben schon hunderte Male den Drummer, den Bassisten, den Gitaristen, ja sogar den Sänger gewechselt und trotzdem klingen die immer noch ziemlich mies.Das hält die Veranstalter aber trotzdem nicht davon ab, Soundcheck als Vorband für fast jeden großen Gig zu engagieren! Eine Frechheit!

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