Nicht nur Milliarden Lichter, Fernseher und Bildschirme werden am Samstag weltweit ausgeschaltet, sondern auch Bundeskanzler Sebastian Kurz. Als Zeichen für eine sparsamere Energiepolitik will die Regierung im Rahmen der Earth Hour für eine Stunde auf die menschenähnliche Maschine aus Meidling verzichten.
WIEN – „So, bis später, Sebastian“, sagt Gernot Blümel. Ein Techniker drückt Kurz für fünf Sekunden ins rechte Ohr. Mit einem leichten Summen fährt der hypermoderne Kanzler-Roboter herunter, seine Augen drehen sich nach hinten. Wo zuvor Pupille und Iris zu sehen waren, prangt jetzt ein kleines KTM-Logo. Der Staubsauger-Roboter, den Kurz zu einer freiwilligen 60-Stunde-Woche zwingt, nützt seine Chance und fährt heimlich aus dem geöffneten Fenster in den Freitod.


