12 Stunden und 87 Sekunden Tag: Österreicher müssen durch Tempo 140 gewonnene Zeit im Job einarbeiten


Mann freut sich über Tempo 140
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87 wertvolle Sekunden sparen Autofahrer auf der Strecke von Wien nach Salzburg dank Tempo 140. Doch was nur anfangen mit der neu gewonnenen Lebenszeit? Die Regierung beantwortet diese Frage und wird gleich nach der Sommerpause den 12-Stunden-und-87-Sekunden-Tag beschließen.

„Eine super Idee“, freut sich Pendler Rainhard Indrak (45) in einem Facetime-Interview mit der Tagespresse, während er mit seinem BMW X5 bei Tempo 140 mehrere Autos auf der A1 abdrängt. „Ich hab schon befürchtet, ich muss die neu gewonnenen 87 Sekunden Lebenszeit mit meinen Kindern verbringen.“

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Wirtschaft jubelt

„Was gibt es Schöneres, als mit Tempo 140 der Hochkonjunktur entgegen zu brausen!“, freut sich auch Sebastian Kurz, Präsident der Industriellenvereinigung, und schlägt weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung vor: „Sinnvoll wäre auch ein Verbot von Raststationen. Das spart locker noch einige Sekunden.“

„Tempo 140 ist natürlich nur eine unverbindliche Empfehlung”, fügt Kurz hinzu und weist auf die Toleranzgrenze beim Strafen hin. Die WKO arbeitet bereits am neuen Video „Wenn Werner aufs Gas drücken tut, dann gehts dem Chef gut“. Der Clip soll Angestellte musikalisch dazu animieren, immer mit 159 km/h ins Büro zu fahren und so 12 weitere Sekunden einzusparen.

Auch Zugpendler hoffen

Infrastrukturminister Norbert Hofer verspricht auch bei der ÖBB in Zukunft mehr Zeitersparnis. „Ich habe Oberleitungsschäden ja wirklich sehr, sehr gerne. Aber wir können den Österreichern diese Zugverspätungen nicht mehr länger zumuten. Viele Pendler müssen täglich bis zu drei Minuten länger im gemütlichen Zug sitzen, mal ruhig die Beine hochschlagen und in der Zeitung schmökern. Das macht mich sehr, sehr traurig.“

Hofer überlegt auch, mehrere Bim-Linien der Wiener Linien zu Hochgeschwindigkeitsstrecken auszubauen. „In Zukunft fahren Sie nicht mehr mit dem D-Wagen ins Büro, sondern mit dem D-Railjet.“


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Ein hoch an den Verkehrsminister! Er hat endlich eine Lösung gefunden wie man von einen anstrengenden 12 Stundentag zu einen entsprannenden 10 Stundentag kommt: Bei jede Fahrt zwischen Wien und Salzburg spar man 87 Sekunden. Man braucht also nach den 12 Stunden Arbeit nur 82 mal zur Erhohlung zwischen Wien und Salzburg rasen und spart damit glatt 2 Stunden, womit am wieder die alte 10 Stundenregelung erreicht.

Wenn man bei der entspannenden Zeitsparfahrten statt den durstigen Hummer H2 (25Liter Benzin) ein sparsames deutsches VW Diesel SUV (10 Liter Diesel) verwendet, spart am dabei auch noch 7,8 Tonnen CO2.

Paul

Früher sind wir ja auch mit der Maschin von Wien zum Tomeselli auf einen Kaffee gefahren. Aber mit 140 sind wir nicht durch die Mondseekurve geschlichen.

duliawahimme

WOW! Das nenn ich genial! Solche Berechnungen sollte die Regierung auch andernorts anstellen. ZB im Sozialministerium. Stichwort 150 Euro pro Monat

K. W.

Wann kommen endlich die guten alten Rollschuhe (von mir aus auch mit E-Antrieb wegen der Umwelt) wieder um auch den Fußgängern die Möglichkeit zu bieten die 87 Sekunden einzusparen?

Peter Hofmueller

„Die Großen hören auf zu herrschen ,wenn die Kleinen aufhören zu kriechen“.(Friedrich Schiller).

elli

geh, wer will denn das? die kleinen freuen sich doch so sehr, länger arbeiten zu dürfen. willst du diesen leuten die freude nehmen, wenn die großen aufhören zu herrschen? hast du etwa die argumente der industriellenvereinigung nicht verfolgt? also, wie kann man denn den leuten diese freude nur so neidig sein? :o

RA Dr. Schoiserl

Da muss noch mehr drinnen sein. Es ist ja die absolute Sauerei, meinen Cayenne bei 157 nur im permanenten Sparmodus fahren zu können, nur weil irgendwelche Underdogs die Fahrbahnen mit ihren Zwergenautos blockieren. Die Autobahnen gehören noch besser ausgebaut und überall sollte eine 4.te Spur Standard sein, auf der es eine Mindestgeschwindigkeit von 180 gibt. Ebenso gehört rechts überholt, geschnitten und abgedrängt. Dadurch erhöht sich die Aufmerksamkeit, was wiederum zu weniger Verkehrsunfällen führt. Der tolle Nebeneffekt wäre, dass man die nächtlichen Innenstadtrennen endlich in die Legalität führt. Keiner braucht mehr mit seinen heimlich hochgetunten BMW auf der Tangente im Schneckentempo… Mehr »

Harry

Man sollte nur 4te Spuren bauen, dafür 4 dafvo nebeneinander.

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