Wirtschaft

Nach Rekordstrafe: Google löscht Europa „versehentlich“ aus Google Maps

Google Maps / Screenshot

Nur Stunden, nachdem die EU-Kommission Google eine Strafe von 2,4 Millarden Euro aufgebrummt hat, hat der US-Konzern ganz Europa aus Google Maps gelöscht. „Versehentlich“, wie ein Sprecher betont. Der Fehler sorgt im ganzen Kontinent für Chaos.

„Ich wollte zu meiner Freundin nach Hietzing, aber ohne Google Maps jetzt bin ich offenbar bis nach Syrien gegangen, es ist furchtbar hier“, sagt Pascal U. (24), während er weinend durch Floridsdorf irrt.

Er hat seinen Fidget-Spinner bereits erfolglos zu einem Kompass umgebaut. Pascals Vater hat ihm jedoch einen alten Indianertrick verraten, der die Navigation erleichtert: „Ich soll einfach Passanten nach dem Weg fragen.“

Irrfahrt durch Wien

Manche Menschen stiegen von Google Maps zwangsweise auf die Qando-App der Wiener Linien um. Nicht ohne Probleme, wie etwa die Angstellte Claudia T. (35) der Tagespresse berichtet: „Früher bin ich in 15 Minuten im Büro gewesen. Jetzt fahr ich mit der U1, D-Wagen, dem 48 A, 256 B, dann wieder mit dem 43er, dann mit der U4, anschließend noch mit dem Railjet nach Linz, Graz, und Wien Hauptbahnhof, und dann mit dem 69 A, bis ich da bin.“

Weitere „Fehler“

Offenbar traten zeitgleich weitere Fehler auf. Mehrere Teenager meldeten der Tagespresse, dass die Suche nach den Begriffen “YouPorn”, “xHamster”, “geile porno videos” und Ähnliches zu keinen Ergebnissen mehr führt. Außerdem führen Suchbegriffe wie “Arschlöcher”, “Hurensöhne” oder “Warum ist diese Welt so scheiße” zum Wikipedia-Artikel der EU-Kommission.

Google verspricht, alle Probleme zeitnah zu lösen. Jedoch läuft die Behebung nicht ohne Hindernisse: Ein Google-Programmierer wollte die Adresse der EU-Kommission googlen, um herauszufinden, wo das Problem liegt. Jedoch konnte er das Büro der Kommission auf Google Maps nicht finden.

4 Kommentare

4 Comments

  1. Jak39

    28.06.2017 um 19:50

    Damit liegt Google auf der selben Linie wie dieser talentierte Newcomer Mr.Amerika First. (das ist der mit der geföhnten Haflingerrossschweiffrisur. Aber warum gleich so radikal? Brüssel hätte für’s Erste doch genügt.

  2. Jak39

    28.06.2017 um 19:42

    Damit liegt Google auf der selben Linie wie dieser talentierte Newcomer Mr.Amerika First. (das ist der mit der geföhnten Haflingerrossschweiffrisur. Aber warum gleich so radikal? Brüssel hätte für’s Erste doch genügt.

  3. Gefreiter E.

    28.06.2017 um 18:33

    Wo ist die Schweiz geblieben, was kann denn die dafür?

  4. Googleistdeinfreundsolangeduihmallesanvertraust

    27.06.2017 um 19:03

    Bin ich froh, dass es Openstreetmap gibt. Diese Karte haben die kleinen EU-Bürger ganz von alleine aufgebaut.

    Aber kürzlich hat auch dort ein neuer User namens ‘America_first‘ die Kartendaten stark verändert, die Wiener Innenstadt sieht zB neulich so aus: http://www.mdpi.com/ijgi/ijgi-01-00315/article_deploy/html/images/ijgi-01-00315-g002-1024.png

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